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Kleve
KAG-Neubau am Klever Bahnhof geplant

Kleve. Die Stadtverwaltung hat einen überraschenden Vorschlag gemacht: Das Konrad-Adenauer-Gymnasium könnte auf dem Areal zwischen Bahnhof und dem Union-Gelände neu gebaut werden. Viele Gründe sprechen dafür. Von Marc Cattelaens

Seit vielen Jahren wird um die Zukunft des sanierungsbedürftigen Konrad-Adenauer-Gymnasiums gerungen - jetzt gibt es eine plötzliche Wende. Die Klever Stadtverwaltung hat völlig überraschend ein Grundstück gefunden, das sich aus ihrer Sicht für einen Neubau des Gymnasiums eignet. Praktischerweise befindet es sich auch bereits im städtischen Besitz.

Es handelt sich um das an der Van-den-Bergh-Straße gelegene Areal zwischen dem Klever Bahnhof und dem ehemaligen Union-Gelände. Zurzeit befinden sich dort Wohnmobilstellplätze und Parkplätze für Autos. Zuletzt hatte dort die Veranstaltung "WDR 2 für eine eine Stadt" stattgefunden. Weiter südöstlich, neben der Straße Gefacker, startet in einigen Wochen das "Oktoberfest".

Wie unsere Redaktion erfuhr, hatte Kämmerer Willibrord Haas einem Gremium aus Schulvertretern, Politik und Verwaltung den Vorschlag, das KAG an seinem jetzigen Standort abzureißen und auf diesem Gelände neu zu bauen, unterbreitet. Bei den Vertretern dieses Gremiums selbst herrscht eisiges Schweigen; weder von Schule, Politik noch Verwaltung war gestern eine Stellungnahme zu erhalten. "Dazu möchte ich mich nicht äußern", sagte beispielsweise der kommissarische Schulleiter Heinz Bernd Westerhoff auf Anfrage.

Für den jetzt vorgelegten Plan sprechen gleich mehrere Gründe: Für den Grunderwerb wird der Steuerzahler nicht belastet, denn das großflächige Areal gehört der Stadt. Anders verhält es sich mit den beiden Vorschlägen, die bis jetzt für einen Neubau im Raum standen: Das Grundstück hinter der Karl-Kisters-Realschule ist in privater Hand, das Areal auf der anderen Straßenseite des Klever Rings, Höhe Realschule, zum Teil Großunternehmer Bernd Zevens.

Die Kellener wird freuen, dass, wenn der Plan umgesetzt wird, das Gymnasium in ihrem Ortsteil bliebe. Und für die meisten auswärtigen Schüler wäre das KAG an der Van-den-Bergh-Straße deutlich besser zu erreichen als bisher. Denn der Busbahnhof, an dem viele Schüler bisher noch umsteigen müssen, um zum KAG zu gelangen, liegt gleich nebenan. Während die Umgebung mit der Industriebrache bisher eher rauen Charme versprüht, soll sich das bald ändern: Auf dem Union-Gelände soll bekanntlich ein großes Wohn- und Gewerbegebiet mit vielen gastronomischen und kulturellen Angeboten entstehen. Und wenn sich Schüler nach dem Unterricht noch in der Stadt treffen wollen, hätten sie es ebenfalls nicht weit.

Noch ist das Vorhaben freilich nicht beschlossen. Auch eine Sanierung des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ist noch nicht vom Tisch. Aber man munkelt, dass eine solche Sanierung auch nicht billiger käme als ein Neubau. Das Thema dürfte auf die Tagesordnung des nächsten Schulausschusses kommen, um dessen Terminierung derzeit noch gerungen wird (siehe Bericht unten). Nicht nur die Klever Politik, auch die Bezirksregierung Düsseldorf hat bei den Plänen für das Konrad-Adenauer-Gymnasium ein Wörtchen mitzureden. Es bleibt also spannend.

Quelle: RP
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