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Kalkar
Kalkar bereitet sich auf Bürgerbusverein vor

Kalkar. Die erste Bürgerversammlung zum Thema Bürgerbus war bereits ein Erfolg: Rund 35 Interessierte kamen im Ratssaal zusammen, um sich von einer Fachfrau der NIAG und der Stadtverwaltung anzuhören, wie ein Bürgerbussystem in Kalkar funktionieren könnte.

Und: Ein Großteil der Teilnehmer an dem Abend scheint bereit, sich in einem demnächst zu gründenden Verein engagieren zu wollen. Harald Münzner, im Rathaus zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, erklärte gegenüber der Rheinischen Post, die Reaktion auf die Einladung hätte dem Thema einen richtigen "Push" verliehen. "Wir werden zwei weitere Termine in den Dörfern - einmal für Wissel und Grieth, einmal für Appeldorn, Hönnepel und Niedermörmter - anbieten, um auch dort möglichst viele Menschen für die Sache zu gewinnen."

Klar ist, dass ein Verein, der im Sommer gegründet werden könnte, etwa 25 bis 30 Fahrer braucht, um an den Start gehen zu können, denn die ehrenamtlichen Chauffeure sind im allgemeinen ja nur wenige Stunden pro Woche (oder noch seltener) im Einsatz.

Da braucht es für einen geregelten Betreib eben eine ganze Menge Akteure. "Dazu natürlich noch Leute, die sich um die technische Unterstützung kümmern, die Wagenpflege betreiben oder die Kasse führen", zählt Münzner auf. Dankbar ist er dafür, dass neben der NIAG-Vertreterin, die auch schon den Rat von der Sinnhaftigkeit des Unterfangens überzeugt hatte, auch ein Fachmann aus der Nachbarschaft anwesend war.

Franz Heckens, zuständig für die Stadtplanung in Kevelaer, ist zudem im Vorstand des Vereins "Pro Bürgerbus NRW" aktiv, konnte also aus der Praxis viel Interessantes und Wichtiges beisteuern.

126 Bürgerbusse sind landesweit unterwegs. Sie alle ermöglichen es Bewohnern ländlicher Gebiete, auch ohne eigenes Auto Arztbesuche oder Einkäufe erledigen zu können. Denn nicht immer stehen für solche Besorgungen Angehörige zur Verfügung, was gerade für ältere Menschen oft ein Problem ist. Und für die Kommunen auch, die registrieren müssen, dass immer mehr Menschen wegen der schlechten Infrastruktur die Dörfer verlassen.

"Nun müssen wir uns intensive Gedanken um die Routen machen, die wir anbieten wollen, und uns um die Landesförderung kümmern", sagt Münzner. Noch vor Ostern soll es die beiden angesprochenen weiteren Info-Veranstaltungen geben, und dann geht es - wenn das Interesse wie erwartet groß bleibt - an die Umsetzung.

(nik)
 
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