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Kalkar
Kalkar: Feuerwehrgrundausbildung erfolgreich bestanden

Kalkar. 23 Kameraden der Wehren Kalkar und Bedburg- Hau haben die theoretische und praktische Prüfung zum Truppmann erfolgreich bestanden. Der zweite Teil, das dritte und vierte Modul der Truppmannausbildung, fand dreimal wöchentlich in der Feuerwache statt und umfasste 80 Stunden. Abgenommen haben die Prüfungen der Stadtbrandinspektor Georg Bouwmann und der Lehrgangsleiter Roland Matenaer. Theorie und Praxis- hier entsteht in vielen Bereichen des täglichen Lebens eine Diskrepanz- denn die Theorie ist meist nicht 1:1 in die Praxis umsetzbar.

Bei der Feuerwehr ist jeder Einsatz anders, jede Situation erfordert eine individuelle Einschätzung und ein oft schnelles Handeln. Es reicht nicht aus nur die Theorie zu beherrschen. In dem dritten und vierten Modul der Truppmannausbildung wurde somit von insgesamt 13 Lehrgangstagen an drei Samstagen und einem Mittwoch fleißig geübt. Anhand der Feuerwehrdienstvorschriften vermittelten die verschiedenen Ausbilder des Löschzuges Kalkar Mitte und der Löschgruppen Appeldorn, Hönnepel, Niedermörmter, Wissel und Grieth in den Bereichen Brand- und Löschlehre, Objektkunde, Brandmeldeanlagen, Gefahrenstoffe und Wasserversorgung nicht nur theoretisch sondern auch praktisch ihr Wissen. Neben dem Löschangriff wurde auch die technische Hilfeleistung, beispielsweise bei Verkehrsunfällen, praktisch umgesetzt. Hierzu konnte ein Auto mit hydraulischem Gerät auseinander geschnitten werden. Das theoretische Wissen, insbesondere der Umgang mit Rettungskarten, die hinter der Sonnenblende aufbewahrt werden sollten, wurde so direkt ausprobiert.

Das wichtige Ziel des zweiten Teils der Ausbildung ist die selbstständige Wahrnehmung der Truppmannfunktion im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz sowie die Vermittlung standortbezogener Kenntnisse. Ein Trupp besteht aus zwei Personen die im Einsatz gemeinsam arbeiten. Es gibt verschiedene Trupps mit verschiedenen festgelegten Aufgaben. Der Angriffs-, Schlauch- oder Wassertrupp weiß sofort welche Aufgaben jeder Einzelne hat. Kameradschaft heißt hier, dass beispielweise beim Anlegen der Atemschutzausrüstung unterstützt wird. Keiner bewegt sich ohne den anderen, denn das ist bei der Wahrnehmung der verschiedenen Trupps manchmal überlebenswichtig. Die Leitung eines Einsatzes obliegt dem Gruppen- oder Zugführer. Für alle anderen Kameradinnen und Kameraden ist wichtig, dass die Grundlegenden Tätigkeiten in einem Einsatz dann keinen langen Überlegungen mehr bedürfen. Routinierte Tätigkeiten laufen so zügig ab und die Feuerwehr kann auf die einzigartige Situation, abweichend von den Routineaufgaben im jeweiligen Einsatz, eingehen.

Die Zusammenarbeit zwischen den Kameradinnen und Kameraden aus den Wehren Kalkar und Bedburg Hau hat sich auch im zweiten Ausbildungsteil bewährt. Praktische Tipps und Unterschiede in der Ausrüstung der Wehren konnten direkt ausprobiert und diskutiert werden.

Außerhalb der Einsätze ist sowohl die Ausübung des Ehrenamtes, wie auch die Ausbildung in den Freiwilligen Feuerwehren etwas was in der Freizeit stattfindet. Ein besonderer Dank gilt somit nicht nur den neuen Truppmännern sondern auch den Ausbildern und deren Familien.

Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren sind an 365 Tagen, sieben Tage die Woche, rund um die Uhr für sie als Bürger einsatzbereit.

Quelle: RP
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