| 00.00 Uhr

Kalkar
Kalkar leuchtet zum Geburtstag

Kalkar. Die Stadt wird 775 Jahre alt. Höhepunkt der Festwoche ist der Mittelaltertag am 3. September. Von Anja Settnik

Endspurt zum Höhepunkt der 775-Jahr-Feier: Am kommenden Wochenende steht die große Geburtstagsfeier zum Kalkarer Stadtjubiläum an. Nach dem erfolgreichen Auftakt mit dem über die Grenzen der Nicolaistadt hinaus beliebten "Kalkar genießen" werfen die Kalkarer am Mittwoch, 30. August, einen Blick in die Zukunft: Wie mag die Stadt wohl im Jahr 2030 aussehen? Dazu sind Gespräche und Begegnungen geplant. Die Kindergärten und Schulen bereiten sich auf ihre Beiträge zum Fest vor, und ganz viele Bürger haben schon ihre Gewänder aufgebügelt, in denen sie beim historischen Stadtfest glänzen wollen.

Der Festakt im Ratssaal samt "Kalkar leuchtet" auf dem Marktplatz am Freitag, 1. September, und das Begegnungsfest der Vereine im Hönnepeler Schützenzelt am Samstag (dort ist zugleich Schützenfest) gehen dem absoluten Höhepunkt des Jahres voraus: 300 Kalkarer werden sich am Sonntag passend mittelalterlich kostümieren, als Bürger, Kaufleute, höhere Herrschaften oder Mägde - ganz, wie es gewünscht ist. "Viele Leute haben sich aufwendige Kleider geliehen, andere haben so etwas tatsächlich im Kleiderschrank oder nähen selbst", hat Kulturamtschef Harald Münzner erfahren. Für die Bruderschaften und Gilden ist ein Mitwirken in Tracht natürlich Ehrensache, aber auch Bürger ohne Vereinsbindung fühlen sich als echte Kalkarer dem Anlass verpflichtet. Auch Kinder und Jugendliche sollen sich altertümlich in Schale werfen.

Bürgermeisterin Britta Schulz wird als Brunhilde in Erscheinung treten, was ein ungewohntes Bild sein dürfte. Sie begrüßt das Volk, das durch symbolische Stadttore und durch Zollschranken schreitet, vor dem Rathaus. Die Bruderschaften verkaufen an den "Stadteingängen" zum Preis von je drei Euro Festabzeichen, die helfen sollen, die Veranstaltung zu finanzieren, denn die Stadtkasse soll nicht belastet werden.

Ein Festhochamt in St. Nicolai mit den Chören und Musikvereinen der Stadt gehört am Sonntag natürlich dazu (10 Uhr), anschließend zieht ein Festzug von der Jan-Joest-Straße über Altkalkarer Straße, Markt, Kesselstraße und Grabenstraße bis zum Rathaus. Die Gilden und Bruderschaften bereiten die Festlichkeiten alle miteinander vor. Ganz besonders gespannt auf das Ereignis ist aber die St. Eligius-Gilde, die 625 Jahre alt ist und am Fest-Sonntag hohen Besuch hat: Die Vereinigung "Eureloy", Eligius-Vertreter aus verschiedenen europäischen Ländern, wird im Ratssaal empfangen.

Zwei Gruppen spielen den ganzen Tag über mittelalterliche Musik. Rätsel zur Historie der Stadt können unter dem Stichwort "Wussten Sie schon, dass..." gelöst werden. Entsprechende Aufsteller entlang einess "mittelalterlichen Pfads" stellen Frage zur Geschichte der Stadt. Zum Abschluss des Tages gibt es vor dem Rathaus ein Abschlusskonzert des Musikverein von Calcar mit dem Jugendorchester Wissel und dem Tambourcorps Kehrum. Ein echter Amboss wird in die "Ambosspolka" einbezogen. Mitglieder der St. Eligius-Gilde zeigen althergebrachte Schmiedekunst.

Die Veranstalter sind sehr zuversichtlich, dass die Erinnerung an die Stadtrecht-Verleihung ein großer Erfolg wird, denn schon 1930, in wirtschaftlich noch weit schwierigerer Zeit, gelang die 700-Jahr-Feier. Wichtig ist, dass alle Bürger sich eingeladen fühlen, dabei zu sein, denn genau um sie, die Kalkarer, geht es ja.

Zu essen gibt es Spanferkel, Gegrilltes, Kaffee und Kuchen, Waffeln, Wein und Zwiebelkuchen, Brot und Apfelringe. Die Mühlen-Brauer verkaufen Mühlenbier. Kirchenführungen, mittelalterliche Tänze und "Feuerlöschen so wie früher" sollen der Unterhaltung dienen. Messdiener und Pfadfinder betreiben einen altertümlichen Kinderspielplatz - Limo und Eis für die Kleinen gibt's umsonst. Viele weitere Vereine und Gruppierungen beteiligen sich, Handwerks- und Verkaufsstände komplettieren das Angebot.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kalkar: Kalkar leuchtet zum Geburtstag


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.