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Kalkar
Kalkar mit einer Neuauflage seines Stellenplans

Kalkar. Mit der nächsten Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag, 8. März, will die Kalkarer Stadtverwaltung dafür sorgen, dass sie demnächst einen rechtskräftigen Haushalt hat. Denn in der jüngsten Ratssitzung war wohl die Haushaltssatzung mehrheitlich beschlossen worden, nicht aber der Stellenplan. Ein Großteil der Ratsmitglieder sah sich außerstande, einen Plan zu billigen, der scheinbar vier neue Stellen quasi aus dem Hut zauberte. Wenn sich auch der Verwaltungsvorstand bemühte, zu erläutern, dass die "vier" neuen Stellen zum Teil nur Umgruppierungen war und manches quer zu verrechnen sei, fand der Stellenplan keine Gnade. Um den Haushalt für die Jahre 2016 und 2017 demnächst im Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde beim Kreis veröffentlichen zu können, muss jetzt nachgebessert werden. Denn der Stellenplan ist eine für sich zwar selbstständige, aber dennoch zum Etat gehörige Anlage. Wenn er nun die Zustimmung der Ratsmehrheit finden sollte, wovon auszugehen ist, dürfte Kalkar bald trotz ausgewiesener Finanzschwäche einen formal ausgeglichenen und damit genehmigungsfähigen Haushalt haben. Von Anja Settnik

Aus vier "zusätzlichen" Stellen werden in der neuen Fassung zweieinhalb, hinzu kommen jedoch noch zwei halbe Stellen, die bisher als "kw" (kann wegfallen) ausgewiesen waren, jetzt aber dauerhaft bleiben sollen. Insgesamt führt der Plan damit künftig 3,6 Stellen mehr auf als bisher.

Sehr präzise ist ausgewiesen, wie diese sich berechnen. Denn es ist eine ganze Reihe von Positionen, die tariflich anders dargestellt, in andere Bereiche verschoben oder tatsächlich neu geschaffen werden. Die wenigsten Änderungen gibt es übrigens bei den Beamten. Da ist insgesamt gar keine zusätzliche Stelle entstanden, lediglich ist in der Laufbahngruppe "Gehobener Dienst" jemand befördert worden. Die Kalkarer Stadtverwaltung gruppiert ihren Bürgermeister vor der Wahl wie in dieser Ligislaturperiode in "B 3" ein, jeweils ein Mitarbeiter bekommt ein Gehalt nach A 14 und A 13. Überhaupt sind nur elf Beamte bei der Stadt beschäftigt; der Großteil der Mitarbeiter sind tariflich bezahlte Angestellte.

Auf 72,1 Stellen für Angestellte kommt die Stadt künftig, bisher waren es 69,6 Mitarbeiter in den Entgeltgruppen 2 bis 13. Der Großteil ist in die Tarifgruppen 9 (20), 6 (16,9) und 8 (12,1) eingestuft. In den Tarifgruppen 6 und 8 hat es die meisten Veränderungen gegeben. In den Gruppen 4 und 5 tauchen nun drei Stellen weniger auf. Wie Fachbereichsleiter Andreas Stechling bereits im Rat vehement betont hatte, sei es dringend nötig, im Sozialbereich mehrere zusätzliche Mitarbeiter einzusetzen. Denn die große Anzahl an Flüchtlingen stellt die Verwaltung vor große Herausforderungen - auch personeller Art. Seine Mitarbeiter arbeiteten längst am Limit ihrer Möglichkeiten.

Bereiche wie Wirtschaft und Tourismus (der neue Wirtschaftsförderer wird bei der SEG angestellt, läuft nicht über den Stellenplan der Stadt) oder Bauen und Wohnen müssen hingegen mit nur anderthalb bzw. zweieinhalb Stellen auskommen. Die allermeisten Mitarbeiter sind in der "Inneren Verwaltung" beschäftigt. Zudem gibt es einen Studierenden und fünf Auszubildende (einer mehr als bisher), die eine Ausbildungsvergütung bekommen.

Quelle: RP
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