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Kalkar
Kalkar: Nachdenken über Raumprogramm der Schulen

Kalkar. Im Kalkarer Schulzentrum wird derzeit - anders als in den meisten anderen Kommunen -nicht renoviert. Was nur vernünftig ist, denn bekanntlich wird das Schulzentrum in naher Zukunft komplett umgestaltet. Aus dem bewilligten Nachtragshaushalt, den Kämmerer Jaspers kurz vor den Ferien vorgestellt hatte, ergibt sich das weitere Vorgehen: Ende August wird der Schulausschuss außerhalb des regulären Terminplans zusammenkommen, um sich über Einzelheiten des geplanten "Ringtausches" informieren zu lassen.

Wie berichtet, soll die innerstädtische Grundschule, deren Gebäude stark sanierungsbedürftig sind, in die Räume des städtischen Gymnasiums umziehen. Dann werden wertvolle Flächen in bester Lage frei, die die Stadt an Häuslebauer verkaufen kann. Das Gymnasium wiederum soll in die leerstehende Hauptschule einziehen. Für beide "Umzüge" sind weitgehende und teure Umbauten nötig. Die Politik fühlt sich in weiten Teilen über die Pläne nicht hinreichend informiert und mochte deshalb der Verwaltung keine freie Hand zur Durchführung der nötigen Arbeiten geben.

Neben der Frage, welche Umbauarbeiten tatsächlich nötig sind - insbesondere für die Grundschule muss aus pädagogischen Gründen vieles angepasst werden - dürfte das Raumprogramm von Interesse sein: Welche Schule benötigt welche Fach- und Klassenräume? Wie wird die Nachmittagsbetreuung organisiert? Wo können die Kinder und Jugendlichen - voneinander getrennt - ihre Pausen verbringen? Beim Blick auf die benötigte Anzahl von Klassenräumen dürfte auch die Entwicklung der Schulformen in den Blick genommen werden. Die Realschule hat mehr Anmeldungen als im Vorjahr, nämlich 88 gegenüber 76 im vergangenen Schuljahr. Das Gymnasium hingegen verzeichnet einen Schülerrückgang: 68 Jungen und Mädchen entschlossen sich 2015 für den direkten Weg zum Abitur, diesmal sind es 58. Woraus die Schulleitung vermutlich nur zwei Eingangsklassen bilden kann.

(nik)
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