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Kalkar
Kalkar soll mit seinen 181 Denkmälern werben

Kalkar. Lutz Kühnen hat genau nachgezählt: 181 Denkmäler gibt es auf dem Gebiet der Stadt Kalkar. Aber längst nicht alle Eigentümer markieren ihr denkmalwürdiges Haus als solches. Und das sei doch schade, findet die Fraktion des Forum, die deshalb den Antrag gestellt hat, allen Besitzern von Baudenkmälern einen Brief zu schreiben und sie darin zu ermuntern, eine Plakette an ihrem Haus zu befestigen, die auf die historische Bedeutung hinweist. Von Anja Settnik

"Unserer Wahrnehmung nach ist dieses Alleinstellungsmerkmal in der Vergangenheit unverständlicherweise kaum beworben worden, um an historischer Architektur interessierte Menschen in unsere schöne Stadt zu locken", erklärte Kühnen im Ausschuss.

Er musste sich allerdings von mehreren Vertretern der anderen Fraktionen darauf hinweisen lassen, dass der Gestaltungsausschuss sich schon mit dem Thema befasst habe und die Verwaltung das gewünschte Schreiben bereits aufgesetzt habe - namentlich der für die Kultur zuständige Harald Münzner. Das Schreiben soll noch ein wenig nachgebessert werden, um auch solche Bürger zu erreichen, die zwar eine Plakette an ihrer Fassade haben, die aber mal erneuern lassen könnten.

Es gibt nämlich zum einen die landesweit einheitliche Denkmal-Kennzeichnung, zum anderen etwas informativere Plexiglasschilder, die jedoch mit den Jahren verwittern. "Sie müssten zum großen Teil ausgetauscht werden", meint Kühnen. Für die Bürger soll die Aktion kostenneutral sein: Die Schilder sollen ihnen samt Montage unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Das Forum möchte zudem, dass die Nachrüstung rasch vollzogen wird, denn schon im September findet der bundesweite Tag des Denkmals statt. Und da wäre es doch schön, wenn Bürger und Touristen beim Spaziergang durch die Stadt einen Eindruck davon bekämen, wie viele gut erhaltene Häuser aus alter Zeit es in Kalkar noch gibt.

Klaus-Dieter Leusch (CDU) erinnerte allerdings vorsichtig daran, dass schon vor Jahren der Versuch unternommen worden sei, die Eigentümer für die Denkmalplakette zu interessieren, das habe jedoch aus ihm unbekannten Gründen kaum funktioniert. Kühnen jedoch argumentierte, Leute lernten dazu, und es seien zum Teil ja auch nicht mehr dieselben Eigentümer wie damals. Der Brief soll nun überarbeitet und kurzfristig zugestellt werden.

Quelle: RP
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