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Kleve
Kanu-Verleih soll "Opschlag" aufwerten

Kleve: Kanu-Verleih soll "Opschlag" aufwerten
Die Anleger werden künftig von Booten genutzt: Ein Kanu-Verleih wird in einen der "Keller" unter dem Gemäuer ziehen. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Das Leben am Opschlag in Kleve wird bunter. Die unter den Terrassen liegenden Keller sollen künftig genutzt werden. In einen der beiden wird ein Kanu-Verleih einziehen, beim anderen verhandelt die Stadt über eine Sommergastronomie. Von Matthias Grass

Kleve rückt wieder näher ans Wasser: Vom Opschlag kann man künftig mit dem Boot zur Tour Richtung Schleuse oder unter die Brücken in Richtung Kermisdahl starten. Ein Kanu-Verleih hat einen der Keller in dem Backstein-Boulevard gegenüber dem Spoycenter gemietet und wird dort mit seinen Booten einziehen, die von den Ablegern im Kanal bequem zu Wasser gelassen werden können. Der Keller liegt unter der Terrasse des Lokals "Tijuna" am Opschlag. Das Konzept des Kanu-Verleihers soll auf der Touristik-Messe in Kalkar vorgestellt werden.

Ursprünglich hatte die Stadt auf dem Opschlag Pavillons geplant, die dort von Gastronomen eingerichtet werden können. Die sollten auf diesen Kellern errichtet und von dort versorgt werden. Die Keller haben auch vorbereitete Portale im Mauerwerk, die glatt herausgebrochen werden können. So kann man sie auch in Richtung Terrassen öffnen. Doch nachdem das Spoypalais gebaut wurde und Gastronomiebetriebe die oberen Terrassen des Opschlags bespielten, redete von den Pavillons keiner mehr.

Klever Kanu-Club auf dem Kermisdal - die Gewässer bieten sich an. FOTO: Verein

Jetzt geht eben einer der Keller an einen Kanu-Verleih, beim anderen ist die Stadt in Verhandlungen mit einem Gastronomen, der dort eine Sommergastronomie einrichten will. Auch hier rechnet man dann bei gutem Wetter mit einer deutlich erhöhten Besucherfrequenz am Opschlag.

"Wir müssen die Höhe des Kellers vergrößern", sagt Rauer. Deshalb werden in den nächsten Tagen auch die Bagger am Opschlag anrücken. Denn schon im Frühjahr wollen die Gastronomen ihre Außengastronomie bei schönem Wetter einrichten - und die wird entlang des Opschlag inzwischen sehr gut angenommen. "Wir werden das alles schnellstmöglich herstellen, damit die Bauarbeiten nicht den Saison-Beginn der Außengastronomie stören", sagt Jürgen Rauer. Die Umbauten des Kellers müssten im Frühjahr abgeschlossen sein, so der Technische Beigeordnete.

Die Tijuna-Außengastronomie, die über dem Keller liegt, wird um 90 Zentimeter erhöht werden, damit genug Raum im Kanu-Keller ist, erklären die Planer der Stadt. Somit werden die Tijuna-Gäste dort künftig erhaben über dem Straßenverlauf unter den großen weißen Schirmen der Kneipe am Opschlag sitzen. Die Fläche wird deshalb weitere Geländer als Absturzsicherung bekommen, erklärte gestern Stadtsprecherin Katrin Berns.

Die Tapas-Bar "The Longue" wird für ihre neue Außengastonomie eine zusätzliche Treppe bekommen, um ihre neu eingerichte Chillout-Longue-Bar besser erreichen zu können, sagt Rauer. Christina Egidio, Geschäftsführerin der Tapasbar "The Longue", begrüßt die Ansiedlung des Kanu-Verleihs. Sie hat unterhalb der erhöhten Tijuna-Terrasse eine Chillout-Longue eingerichtet, wo man geschützt ab dem Frühjahr das Treiben auf dem Opschlag beobachten kann. "Jedes Projekt, das zusätzliches Leben an den Opschlag bringt, ist gut", sagt sie.

Tatsächlich entwickelt sich der Opschlag vor allem vor der klassizistischen Fassade des Spoy-Palais und der großzügigen Außengastronomie zum neuen Kneipen-Treffpunkt in Kleve, ist wie ein Scharnier zwischen Stadt und Hochschule.

Quelle: RP
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