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Kleve
Karl-Kisters-Realschüler besuchen Auschwitz und Krakau

Kleve. "Ich war kein Held", so beginnt der Zeitzeuge von Auschwitz, Jerzy Fijolek, seinen Bericht. "Helden waren andere, Pater Maximilian Kolbe oder Janusz Korczak, der mit den Kindern seines Waisenhauses in den Tod ging, obwohl er sich hätte retten können." Die 19 Schüler des Abschlussjahrgangs der Karl-Kisters- Realschule lauschen dem Bericht von Jerzy Fijolek, der als Achtjähriger mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert wurde.

Die Schülergruppe befindet sich auf einer fünftägigen Studienfahrt nach Polen und der Termin mit dem Zeitzeugen ist für viele der Höhepunkt der Reise. "Ich hatte einfach nur Glück", sagt der ältere Herr schlicht, und erzählt noch von der letzten Umarmung, bevor er von seinem Vater getrennt wurde. Danach hat er ihn nie wieder gesehen. "Vor dem Gespräch konnte ich gar nicht glauben, dass solche Sachen tatsächlich passiert sind.

Aber als ich diesen Mann gesehen habe und seine Geschichte gehört habe, habe ich es realisiert", erzählt Yosh. Der 16-Jährige hat sich wie die anderen Mitreisenden für die Studienfahrt beworben. "Uns ist wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler aus echter Motivation mitfahren und diese müssen sie in der Bewerbung schildern", erklärt Kristina Hegemann, begleitende Geschichtslehrerin. Am Ende der Reise sind die Schülerinnen und Schüler froh, so viel über diesen wichtigen Teil der deutschen Geschichte gelernt zu haben - auf eine ganz andere Art und Weise, als dies im Unterricht möglich ist.

Die Stiftung - Erinnern Ermöglichen" sowie auch Spenden von Zevens Grundbesitz und Bernd Zevens sowie der Sparkasse Kleve haben die Schüler unterstützt.

Quelle: RP
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