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Kleve
Karneval 2.0: Nachspielzeit für den Prinz

Kleve: Karneval 2.0: Nachspielzeit für den Prinz
FOTO: Evers, Gottfried (eve)
Kleve. 40 Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen werden am Sonntag ab 12.11 Uhr von der Emmericher Straße aus die Stadt hochziehen. Bürgermeisterin Northing lädt alle Klever ein, kostümiert den späten Kanervalshöhepunkt zu genießen. Von Matthias Grass

Dieser Karnevalszug geht in die Geschichte ein: Es ist der erste durch Kleves Straßen, der nicht Rosenmontag, sondern an einem einfachen Sonntag nach Aschermittwoch durch die Stadt ziehen wird. Karnevalsprinz Helmut der Sportliche (Vehreschild) bekommt damit in der "Nachspielzeit" einen ganz besonderen Höhepunkt seiner Session. Auch wenn sich die Zahl der Zugnummern knapp halbiert hat, gibt es mit rund 40 Wagen und Fußgruppen immer noch einen stattlichen närrischen Lindwurm, sagt Thomas Nitsch, Geschäftsführer des KRK. Zwei Musikgruppen sind dabei und auch einige der aufwendigen niederländischen Wagen haben sich angesagt.

Dazu gibt Niederrhein-Wetterfrosch Hubert Reyers die wichtigste Prognose in Richtung Wochenende ab: "Der Wind dreht auf östliche Richtungen, er wird nur noch schwach sein", verkündet sein Wetterportal. Es soll sogar milder werden und Niederschlag sei kein Thema mehr, prophezeit Reyers. Kein Sturm in Sicht wie Rosenmontag. Wegen des Sturms war in vielen Kommunen im Rheinland der Zug abgesagt worden - so auch in Kleve.

Kleves Prinz Helmut der Sportliche empfindet "vor allem Vorfreude". Nervös sei er nicht. Noch nicht. Der Sportliche wird im vollen Prinzenornat oben auf dem prächtigen Prinzenwagen der Quaker stehen. Wie auch sonst, habe Propst Johannes Mecking ihm gesagt, als man darüber diskutierte, ob der Prinz nach Karnaval noch seine Insignien tragen kann, erzählt Helmut Vehreschild. Er hofft, dass das Wetter mitspielt. Hauptsache trocken, sagt er.

Begleitet wird der Prinz oben auf dem Wagen von seiner 13-jährigen Tochter Lea. Zu seinen Füßen werden die Quaker ihm ein angemessenes Gefolge bieten: Mit großer Fußtruppe von mindestens 50 Teilnehmern, die die Stimmung rund um des Prinzen Wagen anheizen werden. Die Gardefrauen sind im eigenen Party-Wagen der Quaker dabei. Nicht zu vergessen schließlich der Motivwagen, den die Kellener seit Jahren gekonnt auf die Räder stellen und der inzwischen zu den Höhepunkten im Zug zählt.

"Kellen ist stark vertreten im Zug", sagt der Prinz nicht ohne Stolz auf seine Truppe. Die Karnevalisten aus Kellen dürfen auch stolz sein: Stellen die Quaker doch in diesem geschichtsträchtigen Zug den Prinzen. Helmut verspricht den Narren einen Zug als richtiges i-Tüpfelchen auf eine wunderbare Session. Und noch eines kann er versprechen - vor allen in Richtung kleiner Narren: "Es gibt reichlich zu werfen . . .", sagt der Prinz mit großer Vorfreude. Mit dem Prinzen fiebert auch Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing dem Zug entgegen: "Ich freue mich sehr auf den Klever Karneval 2.0! Am Sonntag, werde ich mit Familie und Freunden, bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein, kostümiert Prinz Helmut und alle Zugteilnehmer mit ,Kleve Helau' als Zuschauer begrüßen!", sagt sie.

Auch am ungewohnten Datum bleibt der Zugweg der traditionelle: Start ist Sonntag, 13. März, um 12.11 Uhr in Kellen auf der Emmericher Straße, danach zieht der Zug in Richtung Materborn zur Hoffmannallee, um an der Kreuzung Königsallee zu enden. Der Prinz hofft auf rege Beteiligung der Narren. Alle wünschen sich, dass die Klever wie ihre Bürgermeisterin verkleidet zum Zug kommen und die Stimmung prächtig sein wird. Für die "After Zug Party" wollen die Klever Gastronomen von Venga in der Unterstadt bis Puppa Schmitz auf dem Bresserberg den Karnevalisten auch in der Nachkarnevalszeit die richtige Fete bieten. Prinz und Garde werden nach dem Zug in die "Quaker-Heimat" ziehen: "Wir werden ab 15 Uhr im Kellener Schützenhaus sein", so der Prinz.

Für den Zug gelten auch die traditionellen Regeln: Feuerwerkskörpern sind verboten, und in Gaststätten oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Branntwein, branntweinhaltige Getränke nicht an Kinder und Jugendliche ausgegeben werden, sagt Ralph van Hoof, Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen zwischen 5 und 23 Uhr nur in Begleitung in eine Gastwirtschaft, Jugendliche ab 16 Jahren darf der Aufenthalt in Gaststätten ohne Begleitung in der Zeit von 24 Uhr bis 5 Uhr morgens nicht gestattet werden, so die Stadt.

Quelle: RP
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