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Kranenburg
(Keine) Kirchreklame

Kranenburg. Vielerorts wird festgestellt: Auch den Kirchen fehlt's an Geld. Und so fragt man sich beklommen: Woher sollen wir es bekommen? Denn ganz allein und nur durch Beten mehren sich nirgendwo die Moneten. Normale Kollekten bringen nicht viel ein: Ein paar Münzen und kaum einen Schein. Die Gründe sind für jeden klar, klein ist meistens die Besucherschar. Der Sonntag ist der Tag des Herrn, doch viele bleiben dem Gottesdienst fern, ähnlich an Kirchenfeiertagen, sofern sie frei, warum es sie gibt, ist einerlei.

Etliche lässt die Kirche kalt, sie wandern lieber früh durch den Wald, um vielleicht zwischen Moos und Buchen, ein wenig nach Spuren Gottes zu suchen. "Diese Ansichten dürfen sie haben! Doch dann soll der Förster sie begraben!" Das schlug Prof Dr. Remmel vor, er war vor dreißig Jahren in Frasselt Pastor. Diese Reime sind humoriger Versuch, zu skizzieren den Sonntagskirchenbesuch. Dennoch: Viele kommen voll Gottvertrauen, groß ist dabei der Anteil der Frauen.

Zudem werden in der modernen Arbeitswelt manche auch sonntags zum Werken bestellt. Global sieht die Kirche das Heer der Armen, "Misereor" und "Brot für die Welt" zeigen ihr Erbarmen. Nun ist jedem Menschenleben ein freier Wille mitgegeben. Jeder muss in diversen Lebenslagen sich entscheiden, sein Gewissen befragen; denn jeder einzelne trägt, ob alt oder jung, für sich und andere Verantwortung. Zudem ist begrenzt seine Lebensfrist: "Was kommt, wenn mein Leben zu Ende ist? Ist mit dem Tode alles aus? Oder Heimgang in Jesu Vaterhaus?" Nun zurück zum Geld, das in der Welt der Mensch für's höchste der Güter hält.

Es zu vermehren, bleibt oberstes Ziel, egal, ob durch Arbeit oder Lottospiel. Wie sähe es mit Reklame aus am hohen Turm und Gotteshaus? Wäre das nicht eine wirksame Methode, die vielleicht noch käme in Mode? Wirbt da in Frasselt für Mercedes das Sternsymbol ? Ganz oben steht es. Alle, die sich dem Gotteshaus nah'n, grüßt stets das Kreuz und von der Spitze der Hahn. Doch hier sieht man auf den ersten Blick: Es handelt sich um einen Fototrick. Mit Sonne im Rücken am Waldesrand man schnell den rechten Standort fand, So wurd' Nütterdens Windrad ohne Mühe und Kraft, hier scheinbar auf Frasselts Kirchturm geschafft.

Fazit: Vieles gelingt, geht nicht daneben, hat man den richtigen Standpunkt im Leben. -l

Quelle: RP
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