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Kleve-Kellen
Schützen in Kellen feiern eine Ballnacht zum Finale der Kirmes

Kleve-Kellen. Nachdem Bürgermeister Theo Brauer die Kirmes in Kellen offiziell eröffnet hatte, fand abends im Festzelt die Veranstaltung "Kellen tanzt" mit dem bekannten Tim Toupet statt. Der volksnahe Stimmungssänger heizte das vorwiegend jüngere Publikum derart ein, dass zum Abschluss ein "Men-strip" erfolgte.

Am Samstag stand der ökumenische Gottesdienst in der evangelischen Auferstehungskirche Kellen an. Der Kirmesdebütant - der katholische Pastor Stephan Notz - sowie der Routinier Pfarrer Achim Rohländer zelebrierten den Gottesdienst mit Unterstützung des Männergesangvereines Kellen. Dabei amüsierte sich Pastor Notz bei seinem Bemühen, eine Kerze anzuzünden, über die Qualität der "evangelischen Dochte". Mit klingendem Spiel des Musikzugs der Allgemeinen Schützengesellschaft Nütterden zogen die Vertreter der drei Kellener Schützenvereine anschließend zum Ehrenmal am alten Kellener Friedhof, um dort im Gedenken an die Verstorbenen der Kellener Schützenvereine einen Kranz niederzulegen.

Bei der später gut besuchten Party im Festzelt am Samstagabend sorgte erstmals die Band "Sunset" für musikalische Unterhaltung. Die Band stach hervor mit einem breitem musikalischem Repertoire und ausgezeichnete Akustik. Die Besucher tanzten zu schwungvollen Rhythmen und aktuellen Hits auf der Tanzfläche bis tief in die Nacht.

Am Sonntag folgte dann der Höhepunkt des Heimat- und Volksschützenfestes - der traditionelle große Festzug und das Königschießen des Kellener Schützenvereins. Bei herrlichem Wetter marschierten die Vereine und Kompanien, Musikzüge und Tambourkorps am Finanzamt in sternförmiger Formation auf. Der prächtige Festzug mit zahlreichen Zugteilnehmern wand sich dann anschließend durch gut besuchte Kellener Straßen, wobei die Emmericher Straße durch den Fahnenschmuck hervorstach, ehe er nach der Parade am alten Friedhof seinen Abschluss am Schützenhaus fand.

Danach erfolgte bei schönem jedoch sehr schwülen Wetter und dennoch bester Stimmung auf dem Festgelände das Vogelschießen. Nachdem Hugo Eumann (Kopf), Norbert Saminé (rechter Flügel) und Horst van Diffelen (linker Flügel) den Vogel gerupft hatten, erfolgte das Ringen um die Königswürde. Bei einem fairen Wettstreit lieferten sich Helga Olfen-Haas und Georg Börgers einen spannenden Wettstreit um den Rumpf des Vogels. Georg Börgers schaffte es dann schließlich, den Vogel um 19.48 Uhr mit dem 328. Schuss von der Stange zu holen.

Tags darauf wurde Georg Börgers beim Krönungsball im Festzelt in Anwesenheit seines Throngefolges sowie zahlreicher Ehrengäste und Schützen zum König Georg I. proklamiert. Seine Gattin Elke I. wird ihn im nächsten Jahr bei der Repräsentation des Kellener Schützenvereins unterstützen. Das Throngefolge feierte mit dem Regenten bis in die Morgenstunden eine rauschende Ballnacht. Bei der Ansprache vor der Proklamation würdigte Conférencier Klaus Venhofen besonders die Leistung der "Grande Dame" Helga Olfen-Haas beim Königschießen.

Bereits in den Wochen vor Kirmes war beim ersten Wertungsschießen der Saison der Gewinner des Kirmespokals ermittelt worden. Berthold Jansen konnte sich dabei im Stechen gegen Christian Fischer erstmals den Pokal sichern.

Der Schützennachwuchs des Kellener Schützenverein spielte eine Woche vor der Kirmes die Hauptrolle, wobei Stephan Vervoorts und Dominik Cammans als Nachwuchsmajestäten ermittelt wurden. Sie erhielten dafür von Bürgermeister Theo Brauer am Kirmesmontag ein kleines Präsent.

Quelle: RP
 
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