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Donnerstag ist Familientag
Kleve ist heiß auf Kirmes

Kirmes in Kleve 2015 - Das waren der Schützenumzug und der Auftakt
Kirmes in Kleve 2015 - Das waren der Schützenumzug und der Auftakt FOTO: Evers, Gottfried
Kleve. Zehntausende Besucher am ersten Wochenende des Klever Rummels. Bis Sonntag kann sich das Kirmesvolk zwischen den insgesamt 78 Buden und Fahrgeschäften austoben. Donnerstag ist Familientag - mit 30 Prozent Rabatt. Von Ludwig Krause

Die offizielle "Abschiedstournee" von Theo Brauer - sie könnte am Wochenende ihren Höhepunkt erreicht haben. Der letzte Fassanstich als Bürgermeister auf der Klever Kirmes , das letzte Bad im Kirmesvolk in offizieller Funktion. Die Zahl der Schläge unterbieten konnte Brauer im Vergleich zum vergangenen Jahr eh nicht mehr - da sprudelte das Helle schon nach einem gezielten Hieb. So oder so: Das Fass hatte in diesem Jahr eh etwas anderes vor - und drückte den Hahn auch nach unzähligen Schlägen immer wieder heraus. "Ich kenn das, haut bloß ab", rief Brauer den ungeduldig wartendenden Besuchern noch zu. Der Ruf des Freibiers bei 30 Grad im Schatten war dann aber doch lauter. Die Klever Kirmes ist offiziell eröffnet.

Der Aufbau der Klever Kirmes 2015 FOTO: Aaron Clamann

Neun Tage Ausnahmezustand an der Hafenstraße. Achterbahn statt Parkplatz, Kirmesvolk statt Politesse. Seit Samstagnachmittag gibt es für manche Klever kein Halten mehr, schon am ersten Wochenende haben Zehntausende das Volksfest besucht. Manches bleibt: Für einige ist die Klever Kirmes die schönste Zeit des Jahres. Aufgebrezelt am Breakdancer, aufgepumpt am Boxautomat, aufgetankt an einem der sieben Ausschankbetriebe. Kirmes ist, wenn (nicht nur) junge Frauen mit den Fahrgeschäften um die Wette glitzern.

Auch wenn Ortsteile und kleine Gemeinden kämpfen, Kleve scheint bei den Schaustellern immer noch beliebt zu sein: 542 Anfragen habe es gegeben, wie es von Seiten der Stadt heißt. 78 Verträge hat man am Ende geschlossen. Zu den Fahrgeschäften gehören solche, die unter die Kategorie "Mutprobe" fallen: So geht es im Schleudergang durch den "Avenger" oder im Schnelldurchlauf durch die "Crazy Mouse". Zwischen drei und sechs Euro kosten die Fahrten mit den teuersten Geschäften. Günstiger sind jene, die vor allem bei den kleineren Kindern beliebt sind. Man habe auf größtmögliche Vielfalt setzen wollen, wie es von offizieller Seite heißt. An 15 Imbissbuden gibt es Reibekuchen und Folienkartoffeln, asiatisch, spanisch und (beliebt) fettig. Die Kirmeswurst gibt es ab zwei Euro, die (kleine) Zuckerwatte sogar schon für einen Euro. Bis Sonntag hat die Kirmes geöffnet - und das teilweise bis spät in die Nacht (siehe Infokasten). Donnerstag ist Familientag, dann sind die Preise an den Fahrgeschäften um 30 Prozent reduziert, die Kirmes hat bis 3 Uhr morgens geöffnet. Der traditionelle Kirmesfrühschoppen findet am Sonntag ab 11 Uhr statt. Dann gibt es ein Bier schon für einen Euro zu haben - mehr als doppelt so günstig wie an den übrigen Tagen. Außerdem gibt es ermäßigte Preise bei den Kinderfahrgeschäften. Am Sonntagabend wird bei Einbruch der Dunkelheit das traditionelle Höhenfeuerwerk abgefeuert.

Kirmes in Kleve mit Schützenumzug eröffnet FOTO: Evers, Gottfried
Quelle: RP
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