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Kleve
Kita-Forscher: Das schwebende Ei

Kleve: Kita-Forscher: Das schwebende Ei
So müsst ihr bei dem Experiment vorgehen: Legt ein frisches rohes Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas. Gebt mit einem Löffel etwas Salz in das Glas und rührt gut um. Aber seid vorsichtig, damit das Ei nicht kaputt geht. Beobachtet, was dann passiert. FOTO: Dana Kublin
Kleve. Das Tote Meer ist so salzig, dass man darin automatisch oben schwimmt. Warum das so ist, erklärt heute die Evonik-Kinderuni. Dazu gibt es wieder ein Experiment nicht nur für die Kita-Forscher, die bei der Aktion mitmachen. Von Sabine Schmitt

Neulich war Tante Cordula zu Besuch. Sie war früher Lehrerin und ist jetzt in Rente. Doch zuhause findet sie es langweilig. Deshalb ist sie viel unterwegs und kann von ihren Reisen erzählen. Sie war auch schon in einem Meer schwimmen, das zwischen Israel und Jordanien liegt und in dem man nicht untergeht. "Das Meer heißt Totes Meer und ist ganz salzig", hat Tante Cordula gesagt.

Ein Meer, das ganz salzig ist und in dem man einfach so oben schwimmt – von so etwas hatten Tom und Lotta noch nie gehört. Zuerst wollten sie auch nicht glauben, dass es so etwas gibt. Da hat Mama mit Tom und Lotta das Tote Meer in der Küche nachgebaut und darin ein Ei schweben lassen. Ihr könnt das selbst ausprobieren.

Legt ein frisches rohes Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas. Gebt mit einem Löffel Salz in das Glas und rührt gut um – aber seid vorsichtig, denn das Ei geht leicht kaputt. Bewegt sich das Ei? Wenn nicht, gebt noch mehr Salz in das Wasser. Wahrscheinlich müsst ihr einige Esslöffel dazugeben, bevor etwas passiert: Am Anfang liegt das Ei auf dem Boden des Glases. Wenn ihr viel Salz dazugebt, steigt es auf und fängt an zu schweben – bis es an der Oberfläche schwimmt.

Unser Leitungswasser ist Süßwasser. Wenn ihr Salz darin auflöst, entsteht Salzwasser, wie es auch im Meer vorkommt. Salzwasser hat aber eine andere Dichte als Süßwasser. Eine Kanne voll (oder: ein Liter) Salzwasser wiegt mehr als dieselbe Kanne (ein Liter) voll Leitungswasser. Man kann auch sagen, wenn sich das Salz im Wasser löst, wird das Wasser "schwerer". Deshalb sinken Gegenstände in salzigem Wasser nicht so leicht. Sie sind "leichter" als das salzige Wasser. Das salzige Wasser ist auch "schwerer" als das Ei, deshalb schwimmt das Ei oben. Man kann auch sagen: Es wird vom Wasser getragen.

Wisst ihr jetzt auch, warum Tante Cordula im Toten Meer nicht schwimmen musste, um an der Wasseroberfläche zu bleiben? Genau, weil das Tote Meer ganz viel Salz enthält: sechsmal so viel Salz wie normales Meerwasser. Deshalb ist das Tote-Meer-Wasser sehr schwer und Tante Cordula im Vergleich dazu leicht.

Auch wenn ihr noch nicht im Toten Meer schwimmen wart – vielleicht erinnert ihr euch an einen Urlaub an einem anderen Meer. Denn auch da macht das Salz im Wasser, dass man sich leichter fühlt als im Schwimmbad. Außerdem lässt das Salz die Schiffe weiter oben schwimmen. Wenn sie dann vom Meer in einen Fluss mit Süßwasser schippern, sinken sie mit derselben Ladung tiefer ein.

(RP/rl)
 
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