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Kleve
Fünf Verletzte bei schwerem Unfall

Kleve: Fünf Verletzte bei schwerem Unfall mit Trecker und Wohnmobil
Schaulustige an der Kreuzung Klever Ring/Tweestrom. Sanitäter versorgen die Verletzten, die von einer blauen Plane gegen die BLicke geschützt sind. Hinter dem olivfarbenen Kastenwagen der Traktor. FOTO: Markus van Offeren
Kleve. Drei Menschen wurden am Donnerstagnachmittag bei der Kollision eines Treckers und eines Wohnmobils schwer verletzt. Während des Unfalls wurde die Kreuzung Tweestrom/ Klever Ring/ Landwehr mehrere Stunden lang gesperrt. In der Unterstadt kam der Verkehr zum Erliegen.  Von Dieter Dormann und Matthias Grass

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Donnerstag mitten im Feierabendverkehr kurz nach 16 Uhr an der Kreuzung Klever Ring / Tweestrom ereignet und legte für Stunden den Verkehr im Bereich der Klever Unterstadt lahm. Auf der Kreuzung Tweestrom/ Landwehr/ Klever Ring stießen ein olivfarbener Kastenwagen und ein Traktor-Gespann zusammen. Vier Insassen in dem Kastenwagen wurden verletzt, drei davon schwer. Der Fahrer des Treckers wurde laut Polizei leicht verletzt. Eine Person musste mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Der Fahrer des olivgrünen Fahrzeugs wollte aus Rindern kommend nach links abbiegen, das Traktor-Gespann war geradeaus in Richtung Rindern unterwegs. Im Kreuzungsbereich stießen die Fahrzeuge zusammen, so die Polizei am Donnerstagabend. Erst nach 19 Uhr begann sich der Stau in der Unterstadt aufzulösen.

Feuerwehr und Polizei sperrten während der Versorgung der Verletzten und später für die Bergung der Fahrzeuge die verkehrsreiche Kreuzung, einer der wichtigsten Verkehrsknoten in der Kreisstadt, in alle Richtungen. Eine ganze Reihe von Schaulustigen beobachteten am Straßenrand die Rettungsmaßnahmen der Sanitäter und die Arbeit der Polizei. Zum Schutz der Verletzten spannten die Feuerwehrleute blaue Planen, die die Sicht auf die Unfallopfer verhinderten.

Durch die Sperrung der Kreuzung kam es in der gesamten Klever Innenstadt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Kreuzung, an der sich der Unfall ereignete, war schon im vergangenen Jahr ein Unfallschwerpunkt. Damals war die Ampelschaltung verändert worden. Da die Autofahrer sich erst auf die neue Regelung einstellen mussten, kam es im Kreuzungsbereich vor allem beim Abbiegen vermehrt zu Zusammenstössen von Fahrzeugen.

Die Auswirkungen des schweren Unfalls auf dem Klever Ring waren nahezu im ganzen Stadtgebiet weitreichend. Schon zwischen 17 und 18 Uhr ging beispielsweise auf der Gruftstraße kaum noch etwas. An der Ampelkreuzung Tiergartenstraße/Gruftstraße ließ ein Polizeibeamter die Fahrzeuge, die von der Gruftstraße abwärts unterwegs waren, nicht mehr geradeaus weiter fahren. Sie konnten nur noch in Richtung Nimwegen oder Innenstadt abbiegen.

Der Stau auf der Gruftstraße reichte bis zum Stein-Gymnasium. Die meisten Autofahrer, die von der Polizei von der Gruftstraße in Richtung Nimwegen geschickt wurden, bogen schon an der Wasserburgallee wieder ab - in der Hoffnung, so auf den Klever Ring zu kommen - und fuhren direkt in die nächste Sperrung. So bildete sich auch auf der Wasserburgallee in kurzer Zeit ein Stau.

Stop and Go lautete ebenso das Motto für die Verkehrsteilnehmer, die aus Kranenburg kommend auf der Tiergartenstraße Richtung Klever Innenstadt unterwegs waren. An der Ampelkreuzung hatte die Polizei die Linksabbiegerspur in Richtung Klever Ring blockiert. Die meisten Autofahrer erkannten dies jedoch erst, als sie unmittelbar vor dem Streifenwagen standen. Nun mussten sie sich nach rechts einordnen, um weiterzukommen. Kein leichtes Unterfangen. Der durch das Chaos ausgelöste Rückstau reichte fast bis zum Museum Kurhaus. Selbst in Nebenstraßen wie dem Rindernschen Deich kamen die Fahrzeuge kaum weiter - das Einbiegen von dort auf die Tiergartenstraße war nahezu unmöglich.

Quelle: RP