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Kleve
Klever Fahnder fassen Niederländer mit 99.500 Ecstasy-Tabletten

Kleve. Straßenverkaufswert etwa 786.000 Euro. Drogen sollten in etwa 100 Päckchen per Post von Deutschland in die USA und nach Asien verschickt werden. Von Dieter Dormann

Die Bundespolizei in Kleve meldet erneut einen Fahndungserfolg: Zivilfahnder der Behörde haben einen 33 Jahre alten Niederländer auf der Autobahn 3 in der Nähe des Grenzübergangs Elten-Autobahn festgenommen, der 30 Kilogramm Ecstasy-Tabletten in seinem Gepäck hatte. Die sichergestellten "Designer"-Drogen haben einen Straßenverkaufswert von etwa 786.000 Euro.

Der Mann war mit einem Pkw aus den Niederlanden kommend auf der Autobahn 3 in Richtung Emmerich unterwegs gewesen, als er den Klever Fahndern "auffiel". Die Bundespolizisten stoppten den Wagen und kontrollierten den 33-Jährigen. Dabei entdeckten die Beamten in dem Fahrzeug einen Koffer mit etwa 100 bereits frankierten und mit Adressen in den USA sowie in Asien versehenen Päckchen, in denen sich insgesamt 99.500 Ecstasy-Tabletten befanden. Die Postsendungen wollte der Niederländer in deutschen Postfilialen aufgeben oder in Briefkästen werfen.

Für die Bundespolizei und auch für die Beamten des Zollfahndungsamtes, die den Fall inzwischen übernommen haben, ist die Vertriebsmethode per Post nicht neu. "Häufig wird sie aber auch nicht benutzt", sagt Ruth Haliti, Sprecherin des Zollfahndungsamtes. Die Ecstasy-Päckchen hätte der Niederländer wahrscheinlich in Deutschland auf den Postweg schicken wollen, um so seine eigene Identität zu verschleiern. Denn würden die Drogen-Pakete irgendwo von Fahndern "abgefangen", läge für diese erstmal aufgrund des Absende-Poststempels die Vermutung nahe, der Täter stamme aus Deutschland.

Dass der 33-jährige Niederländer nicht allein im Drogengeschäft aktiv ist, sondern zu einer international handelnden Bande gehört, halten sowohl die Ermittler der Bundespolizei als auch die des Zollfahndungsamtes für wahrscheinlich. Darauf deute auch die große Menge an Ecstasy-Tabletten hin. "Knapp 100.000 Tabeletten - das ist schon eine Menge. Damit kann man einige Partys feiern", meint Ruth Haliti vom Zollfahndungsamt.

Inzwischen hat ein Haftrichter einem Antrag der Staatsanwaltschaft zugestimmt, den Festgenommenen in Untersuchungshaft zu nehmen. Mit welcher Haftstrafe der 33-Jährige nach einem Prozess rechnen muss, darüber wollten die Fahnder nicht spekulieren.

Quelle: RP
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