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Kleve
Klever Kino will Besucherrekord knacken

Kleve: Klever Kino will Besucherrekord knacken
DC widmet "Wonder Woman" (Gal Gadot) einen eigenen Film. FOTO: AP
Kleve. Bis zu 300.000 Gäste sollen bis Ende des Jahres in den acht Sälen am Tichelpark Platz nehmen. Damit würde man die bisherigen Spitzenmarke von 2015 einstellen - und erreicht so viele Zuschauer wie Geldern und Kempen zusammen. Von Ludwig Krause

Sternenkrieger, Superhelden, kleine gelbe Wesen mit einer seltsamen Vorliebe für Bananen. Man kann dem laufenden Kinojahr nicht vorwerfen, es sei eintönig. Vielleicht, dass es ein paar Fortsetzungen zu viel gibt. "Wir haben aber auch in diesem Jahr schon gesehen, dass die Fortsetzung einer vermeintlich gut funktionierenden Reihe keine Erfolgsgarantie sein muss", sagt Reinhard Berens vom Klever Kino. Der fünfte Teil der "Fluch Der-Karibik"-Reihe ist da ein Beispiel. Und auch andere Filme konnten die Erwartungen nicht erfüllen, so wie Guy Ritchies "King Arthur". Aber - und das ist die gute Nachricht für Kinofans -, bei der Fülle an Filmen, die mittlerweile auf den Markt drängen, sind immer ein paar Blockbuster dabei. Und das Klever Publikum hat Lust auf Kino.

2015 war das bisherige Rekordjahr für die Tichelpark Cinemas. "Das war unser erstes volles Kalenderjahr nach dem Umbau mit acht Sälen", sagt Berens. 2016 waren die Zahlen dann ein wenig niedriger - der Fußball-Europameisterschaft wegen. "In diesem Jahr hoffen wir auf 270.000 bis 300.000 Besucher", sagt Berens. "Wir wollen die Marke von 2015 knacken."

FOTO: Evers Gottfried

Die Erweiterung der Säle hat sich scheinbar voll ausgezahlt. "Wir haben so viele Besucher wie Geldern und Kempen zusammen", sagt Berens. Dabei haben Kinos in den beiden anderen Städten zusammengerechnet sogar eine Leinwand mehr. "Das Wetter spielt mittlerweile auch keine Rolle mehr, alle Säle sind voll klimatisiert", sagt Berens. Es komme sogar vor, dass Menschen an besonders heißen Tagen absichtlich ins Kino gehen. Der Abkühlung wegen. Dafür muss aber auch das Programm stimmen. In diesem Jahr extrem erfolgreich waren schon Disneys "Die Schöne und das Biest" mit Emma Watson und "Fast & Furious 8", bei dem sich vor allem Autofreunde kaum auf den Sitzen halten können. "Das ist ein Phänomen für sich, da steht eine ganze Lebensphilosophie hinter", sagt Berens. Auch in Kleve hatte man pünktlich zum Erscheinen des Films die Schrauber und Tuner auf dem Parkplatz.

Das Programm für das restliche Jahr ist vollgepackt: "Ich, einfach unverbesserlich 3" bringt die Minions zurück auf die Leinwand (Kinostart: 6. Juli), "Dark Knight"-Regisseur Christopher Nolans mit Spannung erwartetes Weltkriegs-Epos "Dunkirk" läuft am 27. Juli an, DC widmet "Wonder Woman" einen eigenen Streifen (Kinostart: 15. Juni) und auch aus Deutschland gibt es am 26. Oktober mit "Fack ju Göhte 3" Nachschub. Den größten Rummel haben sich die Filmemacher aber mal wieder bis zum Schluss aufgehoben: Am 14. Dezember kommt mit "Star Wars: Die letzten Jedi" wieder ein waschechter Teil der Sternenkrieger-Saga in die Kinos. Auch wenn viele Filme, vor allem aus dem Hause Disney und Marvel, nach wie vor in 3D in die Kinos kommen, erwartet Reinhard Berens eine Trendwende. "Die 3D-Technik hat sich wieder mal überholt. Wir erwarten, dass künftig mehr Blockbuster wieder in 2D gezeigt werden", sagt er.

Ein besonderes Angebot gibt es für die Studenten der Hochschule: Sie können einen Kinofilm für fünf Euro sehen. "Wir hatten eine Probephase von einem Jahr. Das ist gut angekommen", sagt Berens. Das sei auch Angebot an ausländische Studenten, die deutsche Sprache mal auf eine andere Art und Weise zu lernen, als nur in Seminarräumen.

Quelle: RP
 
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