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Kleve
Klever können sich jetzt Autos teilen

Kleve: Klever können sich jetzt Autos teilen
Der Kunde kann sich aussuchen, an welchem der drei Standorte er sich sein Fahrzeug aussucht. Jeweils ein Auto steht am Bahnhof, auf dem Minoritenplatz und wie im Bild zu sehen neben der E-Bike-Ladestation vorm neuen Rathaus. FOTO: Evers
Kleve. Das Autozentrum Ebber bietet an drei zentralen Stellen in der Schwanenstadt sogenanntes Carsharing an. Kunden können ein Auto für eine gewisse Zeit mieten, berechnet werden Zeit und Kilometer, Kosten für Kraftstoff sind enthalten. Von Marc Cattelaens

In vielen Großstädten ist Carsharing gang und gäbe. Vor allem bei jungen Leuten ist das System des Auto-Teilens beliebt, weil sie damit mobil sind, ohne ein eigenes Fahrzeug kaufen zu müssen. Ab sofort gibt es diese Möglichkeit auch in Kleve. Im Autozentrum Ebber, das drei Fahrzeuge fürs Carsharing zur Verfügung stellt, wurde das neue Konzept gestern präsentiert.

So funktioniert Carsharing in Kleve: Beim Autozentrum Ebber können Interessierte einmalig eine Kundenkarte erwerben. Die gibt es bis Ende August noch für zehn Euro, danach kostet sie 50 Euro und ist fürs Ford Carsharing in ganz Deutschland gültig. Damit hat man sofort die Möglichkeit, das System zu nutzen. Die Anmeldung erfolgt über eine Telefonhotline, per Internet oder über eine App (Anwendung im Mobiltelefon).

Der Kunde kann sich aussuchen, an welchem der drei Standorte in Kleve er sich sein Fahrzeug aussucht. Jeweils ein Auto (Ford Ka oder Ford Fiesta, viertürig) steht am Bahnhof, auf dem Minoritenplatz und neben der E-Bike-Ladestation vor dem neuen Rathaus. "Das funktioniert ganz einfach", sagt Rolf Laubisch, der Leiter des Autozentrums Ebber an der Kalkarer Straße: "Der Kunde hält seine Karte vor das Lesegerät im Fahrzeug hinter der Frontscheibe, und die Fahrertür öffnet sich. Im Handschuhfach entnimmt man dann den Schlüssel aus einer Halterung, und schon kann man losfahren."

Falls das Fahrzeug betankt werden muss oder gewaschen werden soll, liegt im Innern jeweils eine Tank- und eine Waschkarte. Kosten entstehen dem Nutzer hierfür nicht. "Beides ist freiwillig. Wir appellieren hier an das Gewissen der Kunden, dass sie davon auch Gebrauch machen", betont Laubisch. Nach der Fahrt muss das Auto wieder an den Übernahmestandort zurückgebracht werden. Der Schlüssel bleibt im Wagen, der mit der Kundenkarte verschlossen wird. Wie lange der Wagen genutzt wird, hängt vom Kunden ab. Man kann das Fahrzeug für 15 Minuten mieten oder auch für mehrere Tage am Stück.

So viel kostet Carsharing in Kleve: Der Stundenpreis für die Nutzung eines Ford Ka beträgt von 8 bis 22 Uhr 2,30 Euro und von 22 bis 8 Uhr 1,50 Euro. Der Tagespreis am ersten Tag liegt bei 39 Euro und ab dem zweiten Tag bei 29 Euro. Für die Nutzung eines Ford Fiesta fallen tagsüber 5 Euro und nachts 1,50 Euro an. Der Tagespreis am ersten Tag beträgt 50 Euro, danach 29 Euro. Für beide Fahrzeuge wird zudem (unabhängig von der Tageszeit) eine Verbrauchspauschale in Höhe von 19 Cent pro Kilometer fällig. Die Bezahlung erfolgt einmal im Monat per Lastschrift.

Jetzt ist man im Autozentrum Ebber gespannt, wie das Carsharing von den Klever angenommen wird. Einen Fan gibt es bereits: Bürgermeisterin Sonja Northing, die gestern bei der Präsentation im Autohaus zugegen war, zeigte sich spontan begeistert.

Quelle: RP
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