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Kleve-Kellen
Klever Künstler helfen Flüchtlingen

Kleve-Kellen: Klever Künstler helfen Flüchtlingen
Eröffnung: Saskia Katz, Jörg Hopmans, Michael Dickhoff, Sonja Northing und Heinz-Bernd Westerhoff. (von links) FOTO: Gottfried Evers
Kleve-Kellen. Acht Bands gaben ein Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlinge im KAG in Kellen. Die Organisation übernahmen Michael Dickhoff und die Initiative "Kleve Hilft". Die neue Bürgermeisterin Sonja Northing sprach zur Eröffnung. Von Ann-Lea Woitge

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium öffnete seine Pforten: Acht Musikgruppen spielten für die Klever Flüchtlinge und sammelten Spenden. So konnten die Klever bei ausgelassener Stimmung und guter Musik den Abend genießen und den Flüchtlingen helfen. "Ich bin stolz, Bürgermeisterin von Kleve zu sein. Denn ich merke immer wieder, wie viele Leute bereit sind zu helfen und sich ehrenamtlich zu beteiligen", sagt Sonja Northing bei ihrem ersten offiziellen Grußwort als Klever Bürgermeisterin. "Die Sprache der Musik sprechen alle, egal, woher man kommt. Deshalb ist die Idee für ein Konzert zu Ehren der Flüchtlinge super."

Dem Mit-Veranstalter Michael Dickhoff kam die Idee für das Konzert ganz spontan: "Jeder weiß ja, dass wir den Menschen helfen müssen. Und warum dann eigentlich nicht mit Musik? Musik macht allen Spaß", sagt Dickhoff. Aufgetreten sind die Bands "KongaQuings", "Three Red Shoes", "New Age", "Straight 28", "Second Roof", "Catch 22", "6'45 a Day" und die Klangfabrik Allstars, so Michael Dickhoff. "Ich bin dankbar, dass alle sofort mitmachen wollten. Nicht nur die Bands, sondern auch das KAG und die Initiative "Kleve Hilft" haben dazu beigetragen, dass wir den Abend so gestalten konnten", sagt er. Die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf und dem Eintritt ginge an die Organisation "Kleve Hilft". Diese sei für die Koordination der Spendengelder zuständig.

"Als wir die Organisation gegründet haben, haben wir erst alle Spenden, über Klamotten bis hin zu Spielsachen, bei uns in der Garage gelagert und dann geordnet", erzählt Saskia Katz, Mitgründerin der Initiative "Kleve Hilft". Mittlerweile sei die Organisation angewachsen: "Wir können jetzt in einer kostenlosen Halle arbeiten. Wir machen drei mal wöchentlich eine Bestandsaufnahme, bei der die Flüchtlinge sagen können, woran es ihnen fehlt", erklärt sie weiter. "Den Menschen fehlt es beispielsweise am meisten an Unterwäsche. Von den Spendengeldern, die heute eingenommen werden, wollen wir an Großunternehmen herantreten und unter anderem Unterwäsche bestellen." Es seien einige Projekte zur Hilfe der Flüchtlinge geplant, die mit den Einnahmen des Konzertes finanziert werden können.

Auch der stellvertretende Schulleiter Heinz-Bernd Westerhoff äußerte sich positiv über den Verlauf des Abends: "Ich bin begeistert, wie die Organisation verlaufen ist, und dass so viele Menschen helfen möchten. Wenn die Schule dazu beitragen kann, machen wir das natürlich gerne", sagt er. Denn die Integration sei ein wichtiges Thema und die Schule sei gerne bereit, sich durch Veranstaltungen wie diese für die Flüchtlingshilfe in Kleve einzusetzen.

Quelle: RP
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