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Kleve
Klever Schulausschuss streitet über die Zügigkeit der Realschule

Kleve. Die Karl-Kisters-Realschule gehört zu den beliebtesten Schulen in Kleve. 122 Eltern haben ihre Kinder dort angemeldet, sagte gestern Fachbereichsleiterin Annette Wier vor dem Schulausschuss. So viele Kinder kann Schulleiter Hubert Wanders nur aufnehmen, wenn die Stadt ihm vier Klassen genehmigt.

Wanders appellierte gestern eindringlich an die politischen Parteien, der Realschule noch ein letztes Mal die vier Eingangsklassen zuzugestehen, um nicht einem ganzen Zug (also rund 30 Kinder) absagen zu müssen.

Vor dem Hintergrund der rückläufigen Anmeldezahlen für die Sekundarschule brachen Gudrun Hütten und Michael Bay eine Lanze für das integrierte Schulsystem. "Wir hatten beschlossen, dass die Kisters-Realschule nur dreizügig sein soll, dann können wir nicht ständig Ausnahmeregelungen zu Lasten anderer Schulformen treffen", sagte Bay. Ähnlich argumentierte Petra Tekath: "Wir können nicht Jahr für Jahr immer so weitermachen", sagte die Ausschussvorsitzende. Dem hielt Daniel Rütter entgegen: "Wir sollten nicht gegen den Elternwillen zu Zwangsmaßnahmen greifen", sagte der Klever FDP-Chef. Im Sinne der Eltern solle man sich noch ein letztes Mal für die Vierzügigkeit entscheiden, forderte Martina Schaale (CDU). Das Thema wird in einer eigens anberaumten Sitzung vor dem Rat am 9. März diskutiert - bis dahin müssen die Eltern auf Zusagen warten.

An der Sekundarschule wurden 73 Kinder angemeldet. Man prüfe, ob zwei Klassen in Bedburg-Hau und zwei in Kleve eingerichtet werden können, sagt Wier. 171 Eltern entschieden sich, ihre Kinder an der Gesamtschule anzumelden, die mit sechs Klassen startet. Am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium werden 112 Kinder (vier Klassen) und am Konrad-Adenauer-Gymnasium 87 Kinder erwartet. Ob das KAG wegen der Inklusion mit vier Klassen startet, werde geprüft. 18 Kinder aus Kleve wurden an der Gaesdonck angemeldet, sechs an der Gesamtschule Mittelkreis in Goch und neun an der künftigen Euregio-Realschule in Kranenburg, die vielleicht als möglicher lachender Dritter auf eine Dreizügigkeit der Kisters Realschule wartet.

46 Kinder kommen aus anderen Kommunen, 17 Kinder sind noch angemeldet, sagte Wier.

(mgr)
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