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Kleve
Klever Segelgemeinschaft siegt bei "Schwanenritter-Race" im Hafen

Kleve. Feuchtfröhlich ging es am Samstagnachmittag beim "Schwanenritter-Race" im Klever Hafen zu. Dabei hatten nicht nur die Teilnehmer ihren Spaß, sondern auch die vielen Zuschauer, die das Bootsrennen lautstark begleiteten. "Es findet bereits zum dritten Mal statt und ist somit Tradition", meinte Ute Schulze-Heiming, Geschäftsführerin von Kleve Marketing. "Wir wollen darauf hinweisen, wie wichtig das Wasser und die Schleuse für die Stadt Kleve sind." Von Monika Hartjes

Im vergangenen Jahr hatten noch 50 Boote aus den umliegenden Häfen für den Rahmen gesorgt. Weil die Schleuse geschlossen ist, kommen dieser aber nicht mehr durch. "Alle wassersporttreibenden Vereine hoffen, dass die Schleuse wieder geöffnet wird. Heute präsentieren sich die Vereine auch hier am Tag der offenen Türe bei der Hochschule Rhein-Waal", sagte Schulze-Heiming.

Neun Teams beteiligten sich am Rennen. Zuvor galt es, ein eigenes Boot zu bauen. Jede Gruppe bekam zwei Platten Sperrholz, eine Vierkant-Leiste, eine Handvoll Nägel und als Werkzeuge Hammer, Zollstock, Säge und Tapeband. Erlaubt war ein bionischer Antrieb wie Paddel, Ruder oder Schaufelrad. Außerdem muss jedes Boot einen Schwanenritter und einen Schwan an Bord haben. "Fabian Heuvelmann ist technischer Zeichner, der hat uns den Entwurf gemalt", erklärte Christoph Brandenburg vom Team "Karibik, Mann!" Mit Wilfried und Jürgen Willems und Christoph seien Vater, Sohn und Schwager am Werk. "Ich bin nur zum Bierholen dabei", schmunzelte Brandenburg. Auf "Länge" setzte das Team "The dreaded Australien brothers". "Lang ist schneller", meinten Cameron und Kerris Menzies, deren Boot 3,75 Meter maß. Die Studenten paddelten zu zweit, einer als Ritter, der andere im "Schwarzer-Schwan-Outfit". Zum dritten Mal beteiligte sich ein Team vom THW. Kevin Küppers wurde zum Kapitän ernannt, weil er Drachenboot-Erfahrung vorweisen konnte. "So ein Projekt fördert die Kameradschaft", meinte er. Ein ausgestopfter Schwan mit orangefarbener Schwimmweste zierte das Deck. Der Schwan der Gruppe "Ibi Habibi" war phantasievoll aus Toilettenpapierrollen und Eierkartons gestaltet und mit weißer Folie umwickelt worden. "Ibi Habibi heißt unser Freund, der eigentlich zum Team gehören sollte, aber sich das Knie gebrochen hat", erzählte Kapitän Saladine Hajon, Student an der Hochschule.

Die erste Feuerprobe mussten die Boote beim Ins-Wasser-Lassen bestehen - alle schwammen. Außer Konkurrenz fuhr Professor William Megill, der Initiator des Bootsrennens, in einem selbstgemachten Tretboot mit. Er brachte die Idee aus Kanada mit. Das Startsignal gab Präsidentin Dr. Heide Naderer. Kurze Zeit später kenterten die ersten Boote, während der schwimmbare Untersatz der KSG, der Klever Segelgemeinschaft, sich gleich an die Spitze setzte.

Es war ein nie gefährdeter Start-Ziel-Sieg des Titelverteidigers. Pavel Kudryashov belegte mit dem Boot vom Team "Swag Duo" den zweiten Platz, die Australien Brothers wurden Dritte. Während die ersten drei fast trockenen Fußes das Ziel erreichten, ging es bei den meisten sehr nass zu. Im Tragflächenboot war mehr Wasser als in einer Badewanne, es hielt sich aber bis zum Ziel über Wasser. Gut, dass der THW-Schwan eine Schwimmweste trug, denn das Boot wurde vom Käpten in Seitenlage über die Ziellinie an der Spoy-Kanal-Brücke geschoben. Das Siegerteam bekam Medaillen und eine Rhein-Schifffahrt auf einem "echten" Schiff geschenkt.

Quelle: RP
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