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Kleve
Klever Weltumsegler ist nun ein Buchautor

Kleve: Klever Weltumsegler ist nun ein Buchautor
Segel einholen - Sebastian Pieters auf der "Kiwitt" während seiner Weltumseglung in den Jahren 2003 bis 2006. FOTO: privat
Kleve. Sebastian Pieters segelte nach seiner Ausbildung drei Jahre lang auf einem Boot um den Globus. In seinem neuen Buch "Auf acht Metern um die Welt" schildert der 33-Jährige seine Erlebnisse. Von Sebastian Bergmann

Als Sebastian Pieters 2006 das erste Mal seine Familie wiedersah, waren seine Brüder von Kindern zu Jugendlichen herangereift. Drei Jahre und zwei Monate hatte der Klever seine Familie nicht gesehen, nur selten gab es telefonischen Kontakt. Von 2003 bis 2006 umsegelte der Klever mit einer Partnerin, die er über das Internet kennengelernt hatte, auf einem kleinen Sperrholzschiff die Welt. Nun hat er ein Buch über seine Reise geschrieben. In "Auf acht Metern um die Welt. Großes Fernweh und kleines Budget" erzählt Pieters, wie er seine Idee in die Tat umsetzte, und welch außergewöhnlichen Menschen er auf seiner Weltreise begegnete.

Zunächst war es ein Traum, den viele Jugendliche hegen: einmal die Welt sehen, ein großes Abenteuer erleben. Doch im Gegensatz zu vielen anderen hat Sebastian Pieters sich diesen Traum erfüllt. Im Alter von 22 Jahren machte er sich mit Heike Würbel, einer ihm damals fremden Studentin aus Süddeutschland, auf den Weg, die Welt zu erkunden. Dabei hatte Pieters Glück, dass ihm sein ehemaliger Lehrer Bernhard Witt dessen Boot "Kiwitt" zur Verfügung stellte. Um Geld für die Reise zu sparen, ging Pieters im Anschluss an seine abgeschlossene Ausbildung noch ein Jahr arbeiten, ehe es losgehen konnte. Segelerfahrung hatten weder Pieters noch seine Gefährtin vor ihrer Reise um den Globus gesammelt. Von Emmerich durch französische Kanäle ging es in Richtung Mallorca, weiter nach Gibraltar, zu den Kanaren, den Kapverden und über den Atlantik nach Barbados - und noch viel weiter.

Als Pieters 2006 zurückkehrte, rieten ihm seine Freunde und Bekannte, ein Buch über das Erlebte zu schreiben. "Aber das wollte ich zunächst nicht", sagt Sebastian Pieters. So zogen die Jahre ins Land. Erst als der deutsche Fahrtensegelexperte Bobby Schenk 2010 auf seiner Internetseite den mangelnden Abenteuermut junger Segler beklagte, fühlte sich der Klever Weltumsegler in seiner Ehre gepackt . Sebastian Pieters erzählte dem Münchner seine Geschichte und schrieb erste Reiseberichte, die Schenk im Internet veröffentlichte.

2011 rief ein Mitarbeiter eines österreichischen Segelmagazins bei Pieters an und fragte, ob dieser ein Buch über seine Reise schreiben wolle. Diesmal sagte er nicht nein. Ein Verlag wurde gefunden, das Buch nahm Gestalt an. 2012 sollte es zunächst erscheinen, doch ein erster Vertrag wurde aufgelöst, da der Verlag das Buch entgegen der Absprachen nur digital veröffentlichen wollte. So dauerte es zwei weitere Jahre, bis ein neuer Verlag gefunden und das Buch veröffentlicht werden konnte.

Es sei nicht die eine, besondere Geschichte, die sein Buch auszeichnen würde, meint Sebastian Pieters. Manchmal könne auch die Suche nach Trinkwasser für einen Globetrotter eine tagesfüllende Aufgabe sein. "Es sind deshalb oft die scheinbar alltäglichen Dinge, die man auf so einer Reise erlebt, die spannend sind. Und natürlich die Menschen, denen man begegnet", sagt er.

Quelle: RP
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