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Kleve
Koekkoek-Haus freut sich über USA-Geschenke

Kleve. Das Klever B.C. Koekkoek-Haus ist um einige Original-Koekkoek-Werke reicher: Ein Mitglied der Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA ausgewanderten Familie der Tochter Adele Koekkoek brachte jüngst Originalzeichnungen des Meisters, Scherenschnitte von der Hand seiner Tochter Marie, ein Kinderporträt Adeles von der Hand des Großvaters J.A. Daiwaille und ein Porträt der Ehefrau Elise Therese Koekkoek zurück nach Kleve.

"Das ist ein großer Glücksfall", sagt auch Ursula Geisselbrecht-Capecki, künstlerische Leiterin des Hauses, auf Anfrage unserer Redaktion und bedankt sich im gleichen Atemzug ganz herzlich bei der Familie.

Denn das Besondere an den Werken ist, dass es sich dabei um Familienwerke handelt. "Das ist eine sehr, sehr intime, persönliche Geschichte, die das Haus belebt", sagt Geisselbrecht-Capecki. Vor allem das Kinderporträt sei sehr wertvoll, in einem guten Zustand und könne sicherlich bald präsentiert werden. Die Zeichnungen hingegen bedürfen zuerst einer Restauration. "Wie das in einer Familie halt so ist, wurden die Arbeiten im Haus aufgehangen. Durch die Lichteinstrahlung haben einen dementsprechenden Zustand bekommen", sagt Geisselbrecht-Capecki

Geplant war die Heimkehr der Koekkoek-Werke schon lange. Doch erst jetzt standen Roy Smith und seine Frau Melanie mit einem selbst gebauten Gemäldekoffer vor der Tür des Museums. Frisch in Frankfurt gelandet ging es sofort nach Kleve. "Wir sind dafür, dass die Dinge an den Ort zurückkehren, wo sie hingehören", so begründeten die Amerikaner ihre großzügige Entscheidung. Eine Museumsführung, ein Stadtrundgang und eine Übernachtung im Belvedere brachten die beiden in die Stimmung des großen Landschaftsmalers. "Es ist ein wunderschönes Haus, wir sind froh, dass die Kunstwerke hierhin zurückgekehrt sind", sagen die beiden, bevor sie sich von der Museumsleitung zur "Grand European Tour", einer Reise entlang des Rheines und nach Südeuropa, verabschiedeten.

(jul)
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