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Kranenburg-Nütterden
Konzert für den erneuerten Waldlehrpfad

Kranenburg-Nütterden. Jakob Voß und Förster Joachim Böhmer waren unter den 200 Besuchern an den "Sieben Quellen". Von Werner Stalder

Es gab nach dem Wetterbericht besorgte Blicke zum Himmel, aber Petrus hatte ein Einsehen und bescherte den rund 200 Besuchern beim Waldkonzert an den Sieben Quellen einen schönen herbstlichen Tag. Der Förderverein "Walderlebnispfad Sieben Quellen" sorgte in Zusammenarbeit mit dem Regionalforstamt Niederrhein wieder einmal dafür, diesen "unvergleichbaren Ort", wie der Vorsitzende Jakob Voß in seiner Begrüßung sagte, zur Freude der Menschen mit Leben zu füllen.

"Das Wohnzimmer des Reichswaldes musste renoviert werden", führte Voß aus. Und dann erfreute die Bläsergruppe der Waldjugend Horst Kleve die Zuhörer mit den Jägermärschen Nummer drei und acht.

Revierförster Joachim Böhmer erläuterte als Geschäftsführer des Fördervereins die erfolgten Renovierungsmaßnahmen, und die Besucher blickten auf die entschlammten Teiche und erfreuten sich an dem einzigartigen Ambiente. Ein Kuchenbuffet und frischer Kaffee sorgten für eine gute Stimmung unter dem Baumdach an den Forellenteichen. Die Signale "Hirsch", "Gams", "Sau" und "Reh tot" erklangen, mustergültig von den Bläsern der Deutschen Waldjugend Horst Kleve vorgetragen. Ein Jägerhorn-Beitrag lud sogar "Zum Essen" ein, wenn auch nicht zum Hirschbraten, so doch zu Kaffee und Kuchen.

Jakob Voß warf einen Blick in die Vergangenheit. Früher gab es an den Sieben Quellen eine Getränkehalle, die vor allem am 1. Mai und zu Pfingsten Hochbetrieb hatte: "Da kamen auch Besucher aus Kleve". Seit 1926 gab es in einer Allee einen Schießstand der Kyffhäuser.

Bevor der Musikzug der Allgemeinen Schützengesellschaft Nütterden unter der Leitung von Jochen Thönneßen das Waldkonzert mit den Titeln "Arsenal", "Marsch der Zigeuner" "Instant Concert", "The Cream of Clapton" und "Ein neuer Tag" fortsetzte, verabschiedete sich die Bläsergruppe mit der "Teckelfanfare" und der "Wiedersehensfanfare". Viel Beifall erntete der Musikzug der ASG auch mit den Darbietungen "Opening", "Happy", "Les Humphries", "Concerto d'Amore" und dem "Musketiermarsch". Zugaben gab es von beiden Musikgruppen.

Jakob Voß wies auf die Aufgabe des Fördervereins hin, den "Walderlebnispfad Sieben Quellen" zu pflegen. "Das geschieht seit 13 Jahren", sagte er und kündete für 2017 eine neue Station an. Seit 2003 hätten fünf Veranstaltungen mit Ballett, Orchester und Gesang im Wald stattgefunden. Der Vorsitzende stellte seinen Vorstand vor und bedankte sich bei den Sponsoren und allen Beteiligten, besonders bei Paula Böhmer, für ihr Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung des Waldkonzertes. Aktuell gehören 64 Mitglieder dem Förderverein an, der einen Jahresbeitrag von fünf Euro erhebt.

Quelle: RP
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