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Kleve
Kooperation der Volksbanken Kleve und Wesel abgesagt

Kleve: Kooperation der Volksbanken Kleve und Wesel abgesagt
Frank Ruffing, Chef der Volksbank Kleverland. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Es gibt in einigen grundsätzlichen Punkten keine Übereinstimmung, deshalb kommt ein Kooperationsvertrag zwischen den Volksbanken Kleverland in Kleve und Rhein-Lippe in Wesel derzeit nicht infrage.

Das teilten die Institute in Wesel und in Kleve ihren Mitarbeitern mit. Damit ist die Kooperation zwischen diesen beiden Geldinstituten zunächst vom Tisch. "Es sind überschaubare Differenzen", sagte Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kleverland.

Erst im Juni hatten Hans Geurts, Vorsitzender des Aufsichtsrates, und Frank Ruffing, Chef des Vorstandes, in Kleve die Eckdaten für eine mögliche Kooperation mit Wesel vorgestellt. Das Ziel der Kooperation sollte eine Fusion sein, die Ende des kommenden Jahres über die Bühne gegangnen sein sollte. Auch das ist jetzt vom Tisch. "Wir müssen nicht fusionieren - das ist eine strategische Entscheidung mit Blick in die Zukunft", sagte Ruffing im Juni. "Die Vorstände sind sich in wesentlichen Punkten sehr schnell einig gewesen, wie das passieren könnte". Aber: "Größere Institute können auch größere Geschäfte abwickeln", so Ruffing damals.

Hauptsächlich gehe es mit Blick auf Basel III und Basel IV um das Eigenkapital der Bank. Basel III und IV sind Vorschriften, die EU-weit den Instituten gemacht werden, weil die Bankenkrise eine zu dünne Kapitaldecke der Banken offenbar gemacht hatte. Zusätzlich treffe die Banken eine Bürokratie-Flut, die man mit einer Fusion hätte abmildern können. Es scheint, als bräuchten die Institute einfach nur mehr Zeit, über eine Kooperation nachzudenken.

Der Klever VoBa-Neubau wird ab Oktober fertig sein, die Bank zieht im November um und im Dezember wird für die Kunden eröffnet.

(mgr)
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