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Prozess um Schießerei in Alpen
Kopfschuss auf Ex-Freundin - es sollte eine Warnung sein

Schießerei in Alpen
Schießerei in Alpen FOTO: Arnulf Stoffel
Alpen. Am helllichten Tag wurde eine 22-Jährige in Alpen am Niederrhein durch einen Schuss in den Hinterkopf getroffen. Jetzt steht ihr Ex-Freund in Kleve wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Der 28-Jährige aus dem Kosovo gab zu Prozessbeginn am Montag die Tat zu. Aber der Kopfschuss sei nur ein Versehen gewesen, ließ er seinen Verteidiger sagen. Er habe eine letzte Warnung geben wollen, um eine Blutrache zwischen den Familien zu vermeiden. Die junge Frau hatte sich im April 2013 blutüberströmt in einen Supermarkt retten können. Dort verriegelten die Mitarbeiter aus Angst die Türen. Eine Notoperation rettete das Leben der 22-Jährigen.

Weitere Schüsse hatte der Mann nicht mehr abgeben können, seine Pistole hatte Ladehemmung. Er floh ins Ausland und wurde sechs Wochen später mit Europäischem Haftbefehl in Albanien festgenommen. Der Staatsanwalt sprach am Montag von dem Versuch, einen Menschen heimtückisch zu töten. Der Angeklagte habe sich der ahnungslosen Frau von hinten genähert und aus einem Meter Entfernung geschossen.

Nach dem Ende der arrangierten Beziehung zwischen dem Angeklagten und dem Opfer waren die Familien verfeindet. Es ging auch darum, wer für die Kosten der Hochzeit aufkommen musste. Für den bis Mitte Februar geplanten Prozess sind 17 Zeugen geladen.

(lnw)
 
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