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Niederrhein
Krankenhaus Emmerich kooperiert mit Nijmegen

Niederrhein: Krankenhaus Emmerich kooperiert mit Nijmegen
Dr. Johannes Hütte, Geschäftsführer der Holding pro homine, verkündigt gute Nachrichten: Künftig arbeiten seine Krankenhäuser mit der renommierten Radboud-Klinik in Nijmegen zusammen. FOTO: van offern
Niederrhein. Die Zusammenarbeit mit den Niederländern stärkt das Spital und bietet Spitzenmedizin für Krebspatienten in der Region. Von Christian Hagemann

Die Krankenhaus-Holding pro homine und die Radboud-Klinik in Nijmegen (NL) wollen künftig enger zusammenarbeiten. In einem ersten Schritt haben pro homine und das Radboud university medical center (umc) eine Vereinbarung zur strategischen Partnerschaft geschlossen. Diese betrifft zunächst die Radiologie und die Neurochirurgie sowie die gemeinsame Ausbildung von medizinischem Nachwuchs.

Zu pro homine gehören das Willibrord-Spital in Emmerich und das Marien-Hospital in Wesel. 2700 Menschen arbeiten für das Unternehmen. Dr. Johannes Hütte, Geschäftsführer der pro homine, bestätigt die deutsch-niederländische Teamarbeit: "Durch die Kooperation bekommen unsere Patienten Zugang zu einem universitären Zentrum in Nijmegen, das Medizin auf Spitzenniveau leistet und weithin anerkannt ist. Die Zusammenarbeit ist unbefristet."

Das ist der Kooperationspartner: das Radboud university medical center. FOTO: van Offern, Markus (mvo)

Die Voraussetzungen für eine Kooperation sind gut: So betreibt das Emmericher Krankenhaus eine Radiologie und beabsichtigt die Einrichtung einer neurologischen Abteilung beziehungsweise die Versorgung von Schlaganfall-Patienten mittels einer Stroke Unit. Das ist eine spezielle Organisationseinheit innerhalb eines Krankenhauses zur Erstbehandlung von Schlaganfallpatienten. Der Begriff Stroke Unit stammt aus dem Englischen und bedeutet Schlag(anfall)station.

Das Radboud umc wiederum unterhält eine Abteilung für Neurologie und eine Abteilung für Neurochirurgie.

Ebenfalls ist vorgesehen, onkologischen Patienten des Willibrord-Spitals den Zugang zu in den Niederlanden standardisierten diagnostischen Leistungen zu ermöglichen. Dazu zählt das PET-CT. Dies ist eine Kombination aus zwei unterschiedlichen bildgebenden Untersuchungsverfahren, der Positronen Emissions Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT). Deren Informationen ergänzen sich bei bestimmten Fragestellungen hervorragend, zum Beispiel wenn ein PET-Befund genau lokalisiert werden muss (etwa vor einer Operation oder einer Gewebeentnahme). Mit der PET lässt sich auch klären, ob eine in der CT entdeckte auffällige Gewebestruktur tatsächlich einen Tumorrückfall darstellt. Entscheidend für den Patienten ist, dass durch die PET-CT zusätzliche Belastungen durch unnötige Untersuchungen vermieden werden.

Die strategische Partnerschaft sieht vor, dass die Radboud-Klinik neurochirurgische Leistungen und Untersuchungen mit dem PET-CT für Patienten des St. Willibrord-Spitals erbringt. Hinzu kommt: Im Marien-Hospital Wesel befindet sich eine große onkologische Abteilung, die sich insbesondere auf das Gebiet sogenannter solider Tumore spezialisiert ist. Hier sind eine Zusammenarbeit in der Ausbildung sowie gemeinsame Schulungen für das ärztliche Personal denkbar.

Gerade erst hat das Marien-Hospital mit Prof. Dr. Henning Schulze-Bergkamen eine Koryphäe als neuen Chefarzt gefunden. Der 43-Jährige wechselte vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) am Universitätsklinikum Heidelberg nach Wesel. Das gilt als ein entscheidender Schritt für die medizinische Weiterentwicklung des Hauses und eine Stärkung im Wettbewerb der Krankenhäuser.

Quelle: RP
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