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Kleve
Kulturtag für Europa- und Landespolitiker der CDU in Kleve

Kleve. Es ist nicht einfach, Geld aus Brüssel zu bekommen. Ohne Projekt läuft gar nichts und ohne Antrag sowieso nicht. Da kann dann auch ein Europaabgeordneter wie Karl-Heinz Florenz (CDU) nur bedingt helfen. Das erfuhren jetzt Kulturschaffende aus Kleve bei einem Kultur-Besuch des Europaabgeordneten aus Neukirchen-Vluyn in der Kreisstadt. Von Matthias Grass

Zum Gedanken-Austausch waren die Vertreter der beiden Klever Museen, Stiftungsvorstand Joachim Schmidt und die künstlerische Leiterin Ursula Geisselbrecht für Haus Koekkoek, Prof. Harald Kunde für das Museum Kurhaus Kleve sowie Alwine Strohmenger-Pickmann für den Klevischen Verein gekommen, einerseits die kulturelle Vielfalt der Kreisstadt zu präsentieren und anderseits den Austausch mit den CDU-Politikern zu proben, die auf Einladung von Landtagsabgeordneten Dr. Günther Bergmann nach Kleve gereist waren. Mit dabei die CDU-Landtagsabgeordnete für den Südkreis Kleve, Margret Vosseler, und der CDU-Bundestagskandidat Stefan Rouenhoff.

Er könne Verbindungen schaffen, mit dem "Desk-Officer" reden, erklärte Florenz bei seinem Besuch auf die Frage, wie man der armen Koekkoek-Stiftung vielleicht mit europäischem Geld helfen könne. Also den zuständigen "Bürovorsteher" aufsuchen, den Mann, der sich mit der Sache beschäftigen wird. Und er könne helfen, falls Fragen bei Anträgen entstünden, so der Europapolitiker weiter. Da will ihn Alwine Strohmenger-Pickmann beim Wort nehmen, versprach die Vorsitzende des Klevischen Vereins, dessen Arbeitsgemeinschaft Kermisdal-Wetering vor allem im europäischen Gartendenkmal unterwegs ist und für die Projekte Mittel braucht.

Harald Kunde betonte, man habe wenig Erfahrung mit Brüssel und man brauche Ansprechpartner, für gezielte Anträge. Ursula Geisselbrecht unterstrich, dass die Koekkoek-Stiftung langfristig eine strukturelle Förderung benötige. Deshalb werde man, ergänzte Schmidt, sich ohne Vorbehalte Gedanken machen, wie man die Einkünfte der Stiftung künftig verbessern kann, da das Stiftungskapital angesichts der Niedrigzinsphase nicht mehr genug abwerfe. Florenz versprach, auch auf dem kleinen Dienstweg nach Lösungen für die Probleme der Klever Kulturtreibenden zu suchen.

Stefan Rouenhoff sagte am Rande des Besuchs, dass es wichtig sei, Netzwerke aufzubauen. Es sei durchaus hilfreich, auch nach Brüssel zu schauen, welche Mittel man von dort bekommen könne. "Es gibt unzählige Programme", sagt der CDU-Bundestagskandidat. Deshalb wolle er sich hier vor Ort erkundigen, sehen, wer welche Sorgen man hier habe und dann schauen, was man machen könne. Margret Vosseler und Dr. Günther Bergmann versprachen weiter Unterstützung in der Landeshauptstadt. "Wir müssen alle an einem Strang ziehen, so wie bei dem neuen Museumslicht für Haus Koekkoek - dann können viele Dinge klappen", sagte Bergmann.

Quelle: RP
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