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Kleve-Rindern
Kunst des "digitalen Zeitalters" in der Wasserburg

Kleve-Rindern. Die Ausstellung "FarbSpiele LichtSpiele" der Künstlerin Astrid Meiners-Heithausen auf der Wasserburg Rindern wird bis zum 13. Mai verlängert. Von Barbara Mühlenhoff

Die Einzelausstellung zeigt 32 Werke der Bonner Künstlerin, die in den Fluren sowie der Cafeteria der Wasserburg ausgehängt sind. Über diese "Premiere im Reigen der Ausstellungen dieser Bildungseinrichtung" freut sich der Direktor Dr. Kurt Kreiten sehr: Denn die Werke wurden ausschließlich am Tablet-PC gezeichnet und nachbearbeitet. "Es ist hier somit die erste Kunstausstellung des digitalen Zeitalters", so Kreiten, der den Entwicklungsweg der Künstlerin persönlich schon lange verfolgt.

Bei den ausgestellten Werken handelt es sich um limitierte Editionen von digital fine art Prints: verfremdete Fotos, digitale Zeichnungen und Kombinationen von beidem, entweder als hochwertiger Druck auf Leinwand oder auf mattem Fine Art Papier, das meist auf einer Aludibonplatte kaschiert und teilweise gerahmt ist. Dargestellt werden Elemente aus dem urbanen Umfeld wie Backsteinwände, Zaunteile oder Asphaltstrecken, darauf in Silhouetten und Schatten platzierte Menschen, die sich zusammen mit Linien und Strukturen zu einem Ganzen mit dem Umfeld verbinden. Auch Muster wie "Schneegestöber" oder "Netz 1 und 2" werden in Schwarz-Weiß mit hohen Kontrasten thematisiert; knallig bunt dagegen die Darstellung des "allseits bekannten und doch immer anderen" Haus-vom-Nikolaus in großflächig durchgearbeiteten Farbvariationen. In der Cafeteria hängen vier Werke zum Thema "Grenzgänger", die aus aktuellem Anlass von der Flüchtlingsproblematik inspiriert sind. Dies sind Werke mit Titeln wie "Wohin?" oder "Verloren", die scheinbar undurchdringliche Gitter im Vorder- und Hintergrund zeigen, in denen die Schatten und Silhouetten verbleiben. Speziell an die Raumsituation in einem Flur angepasst, hängen sechs lange, schmale Bilder mit Darstellungen von ebensolchen schmalen und mit der Struktur verwobenen Personen darauf, farblich aufeinander abgestimmt. In völlig anderem, dennoch digitalen Duktus präsentieren sich drei Werke im quadratischen Format (jeweils 70 x 70 cm) aus einer Reihe schneller Linien-Skizzen mit je zwei Personen im Gespräch aus weißen Linien auf buntem, uni-farbenen Hintergrund.

Die Werke sind käuflich zu erwerben: kleine, unnummerierte, signierte Drucke in A4 sowie große Formate in einer Auflage von maximal zehn Stück; die großen Drucke auf Leinwand haben eine maximale Auflage von 15 Stück, alle Drucke sind rückseitig nummeriert und signiert. Die Ausstellung ist bis zum 13. Mai werktags von 9 bis 20 Uhr, sonntags von 9 bis 16 Uhr auf der Wasserburg Rindern - Katholisches Bildungszentrum, Wasserburgallee geöffnet.

Quelle: RP
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