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Kleve
Kunstpreis "Das Leben ist eine Kartoffel"

Kleve: Kunstpreis "Das Leben ist eine Kartoffel"
Die Kartoffel gibt dem Kunstpreis des Projektraum-Bahnhof25 den Namen. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Am Samstag, 27. Juni, vergibt der Kunstverein Projektraum-Bahnhof25 seinen Preis. Über 70 Künstler aus aller Herren Länder haben sich um diesen Preis beworben. Der Kunstpreis wurde zum laufenden Projekt "In der Ebene" ausgelobt. Von Matthias Grass

Im Klimahaus der Hochschule Rhein-Waal war sie die Pflanze des Jahres, in Europa wurde sie nach dem 18. Jahrhundert zum wichtigsten Nahrungsmittel, in der Kunst machte van Gogh sie weltberühmt. In Kleve wurde jetzt ein Kunstpreis nach ihr benannt: die Kartoffel. Die unterirdische Knollenfrucht mit den zarten überirdischen Blüten steht im Mittelpunkt des vom Klever Kunstverein Projektraum-Bahnhof25 ausgelobten Preises im Rahmen des laufenden Projektes "In der Ebene. Kunst&Literatur auf Höfen und in Kunstvereinen am Niederrhein". Vergeben wird der Preis am 27. Juni, 19 Uhr im Projektraum an der Bahnhofstraße 25 in Kleve.

"Es war eine spontane Idee, als unseren Beitrag zu diesem Projekt einen Kunstpreis auszuloben", sagt Elisabeth Schink vom Projektraum-Bahnhof25. Weil es in dem von der Filmemacherin Carla Gottwein organisierten Ausstellungsprojekt "In der Ebene" um die Niederung, um Höfe, um Kunst und Landwirtschaft geht, sei man auf die Kartoffel gekommen. Außerdem passe die Kartoffel sehr gut zu Deutschland und zum Niederrhein, sagt Schink.

Dirk Knickhoff und Elisabeth Schink im Projektraum. FOTO: Evers, Gottfried (eve)

Von der Resonanz auf die Auslobung des Preises sei sie überrascht gewesen: "Über 70 Künstler aus diversen Nationen haben sich beworben, wir haben Kunstwerke vom Zoll abholen müssen, andere haben sie direkt am Projektraum abgegeben", sagt Elisabeth Schink. Man habe zuvor Künstler und Kunstvereine angeschrieben. Bald trudelten aus Bremen und Hamburg, aus Berlin und von Übersee die Päckchen mit der Kunst ein. Nicht wenige der Bewerber haben bereits im Projektraum ausgestellt. Gezeigt werden alle eingereichten Arbeiten. Und auch die drei Organisatoren des Kunstvereins, selbst Künstler, zeigen Arbeiten zum Thema, so dass die drei vom Bahnhof25, Elisabeth Schink, Ulrike Scholder und Dirk Knickhoff, auf der Liste der ausstellenden Künstler stehen, aber eben nicht am Kunstpreis beteiligt sind.

Die Jury ist mit Susanne Figner (Museum Kurhaus), Peter Nijenhuis (Arnheim) als Kuratoren und Prof. Jens Gebauer als Naturwissenschaftler dem Thema entsprechend bestens besetzt.

Vergeben werden drei Preise, die Träger des ersten Kunstpreises "Das Leben ist eine Kartoffel" werden am Tag der Verleihung der Öffentlichkeit vorgestellt. Neugierige können sich aber schon ab sofort ein Bild von der eingereichten Kunst machen. Sie können durch die großen Schaufenster des Kunstvereins einen Blick wagen. Denn die Ausstellung zur Kunstpreisverleihung ist gehängt, sagt Elisabeth Schink.

Quelle: RP
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