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Kreis Kleve
Landrat wirbt für Defibrillatoren

Kreis Kleve. Wenn plötzlich ein Mensch zusammenbricht, ist sofortige Unterstützung notwendig. Zuerst ist der Rettungsdienst über den Notruf 112 zu verständigen, möglichst gleichzeitig sollte mit der unmittelbaren Ersten Hilfe zur Wiederbelebung begonnen werden. Als Sofortmaßnahme ist die manuelle Herzdruckmassage erste Wahl. Neben der sicheren Beherrschung der Basisreanimation kann auch die Verfügbarkeit eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) über Leben und Tod mitentscheiden. Mit diesem automatisch funktionierenden Gerät kann mit der Wiederbelebung direkt am Notfallort noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes begonnen werden.

Ein großer Vorteil des AED ist die Anwendbarkeit ohne vorherige Schulung. Ein AED gibt genaue Sprachanweisungen, die Handhabung ist sehr einfach und sicher. Man bringt Elektroden auf der Brust des Patienten an und der AED beginnt mit der Analyse des Herzrhythmus. Danach teilt der AED mit, ob man als Ersthelfer einen Schock abgeben oder bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Druckmassage fortsetzen soll. Doch wo findet man in der Not einen unterstützenden AED? Diese Frage möchte der Kreis Kleve jetzt beantworten und dazu mit Hilfe der Bevölkerung ein Verzeichnis aller im Kreis Kleve vorhandenen AED zusammenstellen. Dieses Verzeichnis soll einerseits der Leitstelle, bei der der Notruf 112 eingeht, helfen, den Anrufer auf ein in der Nähe befindliches AED hinzuweisen. Andererseits kann dann auch jeder selbst per Klick vom Smartphone aus eine Karte aller Automatisierten Externen Defibrillatoren aufrufen. "Im Kreis Kleve werden wir alle kreiseigenen Schulen, die Jugendzeltplätze des Kreises und Gebäude, deren Eigentümer der Kreis ist, ausstatten. Wer weiß oder nachschauen kann, wo es in der Nähe einen Defibrillator gibt, kann dem Patienten bei der Ersten Hilfe eine reale Überlebenschance bieten. Deshalb bitte ich alle Firmen, Vereine und andere Einrichtungen um Mitteilung, wo sich im Kreis Kleve AED befinden", so Landrat Wolfgang Spreen. Wer den Standort eines Automatisierten Externen Defibrillators mitteilen möchte, wird gebeten, auf der Internetseite www.kreis-kleve.de/aed das pdf-Dokument auszufüllen und an larissa.simon@kreis-kleve.de zu schicken. Fragen dazu beantwortet sie unter Telefon 02821 85 183.

Quelle: RP
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