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Kleve
Lange Haftstrafe für Drogenkurier

Kleve. 41 Jahre alter Nigerianer muss fünf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten ist ein Drogenkurier wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln (Heroin und Kokain) in nicht geringer Menge vom Klever Landgericht verurteilt worden. Damit verhängte das Gericht eine längere Haftstrafe, als sie die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer mit lediglich vier Jahren und zehn Monaten gefordert hatte. Die Verteidigung des Angeklagten hatte drei Jahre und sechs Monate Gefängnis für ihren geständigen Mandanten beantragt.

Bei dem Rauschgift-Kurier handelt es sich um einen 41 Jahre alten Nigerianer, der laut Bundespolizei einen gültigen Aufenthaltstitel in Spanien und in Torrejon de Ardoz einen Wohnsitz angemeldet hatte. Der Afrikaner war bei einer Kontrolle am 20. September 2015 auf der Autobahn 3 nahe Rees - aus den Niederlanden kommend - gefasst worden. Da die Beamten den Verdacht hatten, der Mann habe in kleine Beutel verpackte Drogen verschluckt, um diese in seinem Magen nach Deutschland zu transportieren, ordneten sie eine Computertomographie an. Die Aufnahmen bestätigten die Vermutung der Fahnder. Insgesamt hatte der Drogenkurier 160 Rauschgift-Container mit 1,35 Kilogramm Kokain und 250 Gramm Heroin in seinem Körper. Den Straßenverkaufswert der Drogen schätzen die Bundespolizisten auf 105.000 Euro.

Drei bis vier Jahre wird der Verurteilte nach Einschätzung eines Sprechers der Klever Bundespolizei wohl im Gefängnis "absitzen" müssen. Danach würde der Mann aus der Haft entlassen, aber dann aus Deutschland abgeschoben werden.

(dido)
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