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Kalkar
Leckere Häppchen bei "Kalkar genießen"

Kalkar: Leckere Häppchen bei "Kalkar genießen"
An langen Tischreihen ließen sich die zahlreichen Gäste am Wochenende die Leckereien "ihrer" Kalkarer Köche schmecken. FOTO: Gottfried Evers
Kalkar. 15 Teilnehmer aus Stadt und Ortsteilen sorgten am Wochenende für Gaumenfreuden. Schülerband des Kalkarer Gymnasiums machte Musik, bei einem Quiz wurden die Kenntnisse über Kochen und Küche getestet. Von Anja Settnik

Vorausgesetzt, man mag hochsommerliche Temperaturen und lässt sich den Appetit auch von 30 Grad plus nicht verderben, konnten Freunde der guten Küche und des geselligen Beisammenseins zwei Wochenend-Abende tatsächlich in "Kalkar genießen". Nach diesem Motto hatten die Wirte aus der Stadt und den Ortschaften den historischen Marktplatz wieder einmal in ein Freiluft-Restaurant verwandelt. Und zwar in eines, das trotz weißer Pagoden keinesfalls wie ein eher steifer Gourmet-Tempel wirkte, sondern eher wie ein Picknick-Gelände für Anspruchsvolle. Sowohl an Biergarten-Tischen und Bänken, als auch in kleinen Runden nahmen die Gäste Platz und probierten all die Köstlichkeiten, die die Köche für den Anlass kreiert hatten. Jedes Gericht kostete fünf Euro.

"Einige haben es dabei ziemlich schwer", erzählte der RP Han Groot-Obbink, der Vorsitzende von "Kalkar aktiv". Denn während mehrere Gastronomen die Küche nutzten konnte, die sie sowieso am Marktplatz oder in fußläufiger Entfernung unterhalten, mussten andere zuhause in Grieth, Hönnepel oder Kehrum schnippeln, brutzeln und rühren und die Ergebnisse dennoch frisch den Gästen in Kalkar Mitte präsentieren. Es gelang - dank moderner Technik, mit der man auch schon mal auf Reisen gehen kann, und natürlich als Folge geeigneter Speisenauswahl.

Peter Kersten, neuer Koch im "Beginenhof", empfahl zum Beispiel einen kalten "Blumentopf", der in einem Becher serviert wurde und aus mehreren Schichten bestand: Lachsmus, Räucherlachs, Gurken, getrockneten Pumpernickel-Krümeln als "Erde", obendrauf als pikante Deko "Apple Blossom"-Blüten. Wer damit zufrieden war, ließ sich danach gerne noch ein "Vitello Tomato" mit Ziegenkäse schmecken. Oder er ging lieber weiter zum nächsten oder übernächsten Anbieter, von denen es bei "Kalkar genießen" diesmal 15 gab.

"Meier's" bot Spezialitäten aus Österreich wie zum Beispiel zarte Rinderrouladen und verschiedene Knödel, das Wisseler "Campino's" deftige Spare Ribs. Fjordlachs, Aal, Wels oder Forelle an kleinen Salaten gab es bei Gerd Hell vom Griether "Deichgräf". Er hatte sogar einen Räucherofen dabei, in dem der Fisch noch eine Weile Aroma entwickeln konnte, bevor er hübsch auf kleinen Tellerchen angerichtet wurde. Das "Landhaus Beckmann" machte Lust auf spätsommerlichen Apfel-Birnen-Crumble mit Vanillesauce. Der musste vor Ort nicht zubereitet oder warm gehalten werden, sondern wurde im Kühlschrank auf Temperatur gehalten. Auch Bäcker Reffeling war vertreten und hatte nicht zuletzt für Kinder ein Leibgericht im Angebot: Pizza.

Wer mochte, hörte einem fröhlichen Quiz zwischen Vertretern der Gastronomie und der Stadt zu. Da wurde etwa gefragt, von welchem Fisch Kaviar gewonnen wird oder was in der Küche "Parieren" bedeutet. Bürgermeisterin Britta Schulz wusste einiges, aber nicht genug, und freute sich mit den Bürgern auf mindestens einen genussvollen Abend.

Unüberhörbar: die Band "Bright Tone" des städtischen Gymnasiums. Till, Gerrit, Malte und Marvin sowie Sängerin Sabine gewannen viele neue Fans.

Quelle: RP
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