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Interview
Made in Kleve - Regionales Engagement auf den Punkt gebracht

Kleve. Stadtwerke-Chef Rolf Hoffmann und Sparkassenvorstand Wilfried Röth zur 8. Auflage des lokalen Jahresrückblicks in der Stadthalle Kleve.

KLEVE Seit 2008 beteiligen sich die kommunalen Schwesterunternehmen Stadtwerke und Sparkasse Kleve maßgeblich am lokalen Jahresrückblick "Made in Kleve" (Stadthalle Kleve, 3.12. , 19.30 Uhr, ausverkauft). Warum sie das tun und warum sie lokales Wirtschaften und Handeln für so wichtig halten, erklären Stadtwerke-Chef Rolf Hoffmann und Sparkassenvorstand Wilfried Röth im Gespräch mit Marc Cattelaens.

Morgen ist es wieder so weit, zum achten Mal veranstalten Sie i mit dem Presseclub Kleve und einem Netzwerk aus regionalen Mitstreitern "Made in Kleve", einen in dieser Form einmaligen lokalen Jahresrückblick. Welche Erwartungen haben Sie?

RolfHoffmann Der Blick zurück auf das Jahr 2015 erfüllt einen durchaus mit gemischten Gefühlen: Terror und Krieg in Teilen der Welt sowie die daraus resultierenden Flüchtlingsströme einerseits, die wirtschaftlich immer noch sehr prosperierende Lage vor Ort andererseits. Insgesamt können wir - lokal gesehen - ausgesprochen dankbar und zufrieden mit 2015 sein.

Wilfried Röth Ich denke auch, dass die Jahresbilanz für unsere Region sehr positiv ausfällt. Sorgen macht man sich eher im Hinblick auf die globale Lage. Da hat man derzeit den Eindruck, dass die Vernunft oftmals auf der Strecke bleibt.

Zurück zur lokalen Wirtschaft - wie lief es für Ihre Unternehmen in 2015 geschäftlich?

Hoffmann Die Zeiten werden nicht einfacher - der Wettbewerb nimmt stetig zu, die milden Winter kosten uns Umsatz, aber: Wir sind weiterhin absolut konkurrenzfähig, weil wir uns in den letzten Jahren kostenmäßig gut aufgestellt haben und finanziell keine unüberschaubare Risiken eingegangen sind. Röth Das trifft genau so auch auf die Sparkasse zu. Nicht wirklich ernst gemeint - aber in gewisser Weise könnte man sagen: Was die Auswirkungen des "Global Warming" für die Stadtwerke sind, das sind die Folgen der Niedrigzinspolitik der EZB für die Sparkasse.

Die internationale Vernetzung nimmt immer mehr zu, die Welt - so wird oftmals zitiert - ist nur noch ein Dorf. Hat lokales Wirtschaften da wirklich noch eine Chance?

Hoffmann Kleinere und mittlere Einheiten sind häufig effizienter als große - das zeigt sich immer wieder. Nicht ohne Grund ist der deutsche Mittelstand weltweit so erfolgreich und anerkannt. Diesem Erfolgsmodell fühlen wir uns als "kommunale Mittelständler" auch zugehörig. Röth Wofür wir werben - und das auch mit "Made in Kleve" - ist doch etwas ganz Schlichtes und Logisches: Wer vor Ort leben und arbeiten möchte, der sollte auch die Angebote aus der Region nutzen. Nur wenn wir einen regionalen Wirtschaftskreislauf aufrechterhalten, wird es uns auf Dauer so gut gehen, wie das heute der Fall ist. Hoffmann Schauen Sie: Über 400 Mitarbeiter stehen bei den Stadtwerken und der Sparkasse in Lohn und Brot, wir haben zusammen im Jahr 2014 3,5 Mio. Euro Steuern gezahlt und darüber hinaus viele hunderttausend Euro direkt oder indirekt zum Wohle der Region ausgeschüttet. Das können wir natürlich nur leisten, wenn uns unsere Kunden vor Ort die Treue halten.

So gesehen steht also "Made in Kleve" als Synonym für Ihr eigentliches Erfolgsmodell, die regionale Verbundenheit?

Hoffmann Das kann man so sagen - letztendlich war es aber unsere Absicht, im Rahmen einer unterhaltsamen und informativen Veranstaltungen auf die Stärken unserer Region im allgemeinen und die Ereignisse in den letzten 12 Monaten im besonderen hinzuweisen. Röth Letztendlich ist "Made in Kleve" eine Veranstaltung von Klevern für Klever. Wir freuen uns sehr auf Donnerstag.

Quelle: RP
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