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Kalkar
Magnet Wunderland: 182.318 Übernachtungen in Kalkar

Kalkar. "Ich möchte Kalkar noch deutlicher als wirtschaftsfreundlichen Standort etablieren", betonte Dr. Bruno Ketteler beim jüngsten Unternehmerfrühstück mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve sein Ziel. Und wer sich denn im Ratskeller der Nikolaistadt an diesem Morgen umschaute, der sah bei 65 Gästen schnell das große Interesse an dieser Veranstaltung bestätigt. Bürgermeisterin Britta Schulz hatte die Interessierten begrüßt, sich bei Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers für die breiten Vorbereitungen bedankt und gleich an den neuen Mann im Amt übergeben, der sich als "Teamplayer für die Standortförderung" präsentierte.

Die Bestandspflege intensivieren, hier und da eine Erweiterung herbeiführen, das Thema Glasfaser als wichtiges Infrastruktur-Element optimieren. Das waren die ersten Schlagworte, die Dr. Ketteler den Zuhörern des Morgens näher brachte. Der Bekanntheitsgrad des Gewerbe- und Gründerzentrums solle gesteigert werden und zu einer höheren Auslastung und Vermietung führen, ferner wolle man den Wisseler See stärker voranbringen durch eine frei zugängliche Promenade, den Ausbau der Gastronomie und ein zielführendes Radwegenetz. Als Selbstverständlichkeit empfand der neue Wirtschaftsförderer die enge Zusammenarbeit mit dem Werbering Kalkar aktiv, dessen Vorsitzender gleichsam Geschäftsführer des Wunderland Kalkar ist.

Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers lobte stolze 182.318 Übernachtungen in Kalkar im vergangenen Jahr - 10,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Und die meisten davon werden durch die Magneten des Wunderlandes angezogen. Eine Leistungsbilanz, die auch die Statistik des Kreises mit 870.000 Übernachtungen prägt.

Vor dem Hintergrund der sinkenden Zahlen bei den Schulabgängern stellte Kuypers die Bedeutung des Landesprojektes "KAoA" heraus. Kein Abschluss ohne Anschluss bedeutet das Kürzel und wirbt für eintägige Praktika in Unternehmen für Absolventen der achten Klassen. Nach der Statistik wolle man in Kalkar 354 KAoA-Plätze generieren, schon heute haben die Firmenchefs mit mehr als 400 Plätzen dem Landrat ihre Teilnahme-Bereitschaft bestätigt. 7000 Plätze werden kreisweit bis zum Frühjahr 2017 gesucht.

Dann lieferte Dr. Christian Rüttgers, Professor an der FOM Hochschule in Duisburg und Wesel und Stellvertretender Direktor des "ipo Institut für Personal und Organisationsforschung", den Nachweis, dass die verstärkte Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen möglich ist und eine Rezeptur gegen den Fachkräftemangel sein kann. Er bot Handlungsempfehlungen für die tägliche Praxis, von der Work-Life-Balance der Mitarbeiter bis zum ureigenen Führungsstil, und gab damit Informationen weiter, die das interessierte Kalkarer Publikum ins Tagesgeschäft einbinden kann.

Quelle: RP
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