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Kleve
Medline baut für 7,5 Millionen Euro

Kleve. Der Anbieter chirurgischer und medizinischer Produkte erweitert sein Europazentrum in Kleve. Im Gewerbegebiet Hammscher Hof entsteht ein großes Bürogebäude mit einem angrenzenden Park, den alle Bürger nutzen dürfen. Von Marc Cattelaens

Innerhalb eines Jahres baut die Firma Medline ihren Firmensitz in Kleve zum zweiten Mal aus. Gestern war im Gewerbegebiet Hammscher Hof der erste Spatenstich für ein neues Bürogebäude.

Auf einer Fläche von 2400 Quadratmetern sollen rund 90 Mitarbeiter untergebracht werden. 7,5 Millionen Euro investiert der Anbieter chirurgischer und medizinischer Produkte in das neue Gebäude, das genau zwischen dem Verwaltungsgebäude und dem Logistikzentrum liegt. Nebenan entsteht ein etwa ein Hektar großer Park, in dem die Mitarbeiter ihre Pausen genießen können. Außerdem darf er von allen Bürgern für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Ende dieses Jahres soll alles fertig sein, im Laufe des ersten Quartals 2017 kann das neue Bürogebäude bezogen werden .

Medline-Präsident Tripp Amdur begrüßte zahlreiche Gäste auf der Baustelle. Der Unternehmensleiter bedankte sich bei der Stadtverwaltung und die Politik für die große Unterstützung, die seine Firma in den vergangenen Jahren in Kleve erfahren habe. "Kleve ist als Stadt und Standort sehr wichtig für uns", sagte Amdur. Besonders freue es ihn, dass die Aufträge zum Bau des Bürogebäudes an lokale Firmen vergeben werden konnten. "Das sind auch wirklich die Besten", betont der Medline-Präsident.

Die Klever Bürgermeisterin Sonja Northing blickte zurück auf den 28. Mai 2015 als in Kleve der erste Spatenstich für das neue Europazentrum war. "Damals handelte es sich um die zweitgrößte Gewerbeansiedlung in der Geschichte unserer Stadt", sagte Northing. Die Ausmaße des Komplexes sind in der Tat beeindruckend. 37.000 Quadratmeter Fläche nimmt das Distributionslage ein. Etwa 22 Millionen Euro ließ sich das Unternehmen den Bau des neuen Logistikzentrums kosten. Aktuell arbeiten bei Medline in Kleve rund 140 Mitarbeiter. "Mit dem Europazentrum und jetzt dem neuen Bürogebäude haben sie ein klares Bekenntnis zu Kleve abgegeben. Das sind positive Signale. Medline ist in Kleve ein wichtiger Arbeitgeber", sagte Northing.

Medline wird wie bei seiner Gründung vor 50 Jahren auch heute noch als Familienunternehmen geführt. Die Firma erwirtschaftet derzeit einen Umsatz von acht Milliarden Euro pro Jahr. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in den USA. Von Kleve transportiert Medline seine Produkte in viele Länder Europas. Die Waren werden zunächst mit Lkw nach Nimwegen gebracht und später vom Hafen Rotterdam aus verschifft. Italien, Großbritannien und die skandinavischen Länder sind wichtige Abnehmer der von Medline gefertigten Produkte. "Wir produzieren vieles von dem, was in einem Krankenhaus gebraucht wird. Das sind beispielsweise Handschuhe oder Arztkittel, die nach einer OP weggeworfen werden", erläutert Gerhard Derksen, Leiter der Abteilung Finanzen von Medline International. Da Krankenhäuser oft nur geringe Lagerkapazitäten hätten, sei es wichtig, dass Medline die Produkte innerhalb von ein oder zwei Tagen liefern kann. "Das gelingt uns in 99,8 Prozent der Fälle", betont Derksen.

In Kleve werden von Medline derzeit zwölf junge Menschen ausgebildet. Das Unternehmen ist noch auf der Suche nach Vertriebs- und IT-Spezialisten.

Quelle: RP
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