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Bedburg-Hau/Moyland
Mehr Farbenpracht für den Schlosspark

Bedburg-Hau/Moyland: Mehr Farbenpracht für den Schlosspark
LWK-Berater Christoph Nobis, Hortensien-Erzeuger Franz Hoenselaar, Hans Geurts vom Förderverein und Verwaltungs-Chef Johannes Look mit prachtvoll-blühenden Hortensien im Moyländer Schlosspark. FOTO: Klaus Dieter Stade
Bedburg-Hau/Moyland. Ab Sommer 2016 sollen Hortensien die neue Attraktion des Parks am Moyländer Schloss werden. Geplant ist die Anpflanzung von hunderten Arten auf rund 750 Quadratmetern. Landwirtschaftskammer berät bei dem Projekt. Von Maria van de Sand

Eine wunderbare Artenvielfalt an Hortensien soll den Schlosspark Moyland ab dem Sommer 2016 richtig aufblühen lassen. Neben Kräutergarten und Skulpturenpark werden die bunten Pflanzen dem Schlossgarten eine neue Anziehungskraft verleihen - da sind sich die Projektbeteiligten einig.

1850 Hortensien sollen im gesamten Schlosspark verteilt angepflanzt werden. Die Planung sieht eine Fläche von 750 Quadratmetern vor. Geschickt arrangiert mit einer Parkbank oder wild blühend entlang des Weges könnten sie der Gartenanlage des Schlosses einen neuen Glanz verleihen.

Christian Nobis, Berater der Landwirtschaftskammer (LWK) NRW, stellte das Vorhaben im Moyländer Schlosscafé vor. "Das Anliegen ist im Jahr 2013 an uns herangetragen worden", berichtete Nobis, "Wir verbinden mit diesem Projekt die Hoffnung auf eine neue Moyländer Attraktion." Johannes Look, Verwaltungsdirektor des Schlosses, hob die große Bedeutung des verstorbenen Kranenburger Künstlers Hans van der Grinten für die Entwicklung des Schlosses und der Parkanlage hervor. "Vor 27 Jahren schon hatte van der Grinten einen klaren Plan für das Schloss Moyland. Obwohl es zu jener Zeit keine einzige D-Mark Fördergeld gab, wusste er bereits, dass Moyland nicht nur ein Museum sein wird. Damals hatte er das Wesentliche entdeckt: den wunderbaren Dreiklang aus Kunstsammlungen im Museum, Schloss und Parkanlage", sagte Look.

Christian Nobis erläuterte die nächsten Schritte zur Umsetzung des Vorhabens. Diese seien: Das Einholen von Angeboten über ein Bewässerungskonzept - inklusive Prüfung der Wasserqualität. Der Gewinn von Sponsoren. Die Flächenvorbereitung anhand eines detaillierten Pflanzplans mit den benötigten Materialen wie etwa Torf.

Stark eingebunden in das Vorhaben ist ein Zusammenschluss aus hiesigen Hortensien-Betrieben, der von der LWK Nordrhein-Westfalen beratend unterstützt wird: Der Arbeitskreis Hortensien hatte es sich vor einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, die Attraktivität der Hortensie zu steigern. Dem Projekt am Schloss wird der Kreis die benötigten Anzahl an Pflanzen zur Verfügung stellen. Zudem wird er die Planung und Pflanzaktion fachlich begleiten. In den Verantwortungsbereich des Schlosses Moyland fallen die Vorbereitung der Fläche, das Erstellen des Bewässerungsplans und die Kostenübernahme der Pflanzaktion.

"Es gibt kaum eine bessere Stelle, an der das Hortensienprojekt besser zur Geltung kommen könnte als in Moyland", verrät der Berater der LWK. Der Standort liege inmitten einer Region, die Europas zweitgrößtes Hortensien-Anbaugebiet ist, so Nobis. Nordrhein-Westfalens Gartenbaubetriebe produzieren die meisten Hortensien Deutschlands. Franz Hoenselaer führt in der Nähe des Schlosses einen dieser Betriebe.

Um die Vorzüge, die benötigte Pflege und den Anbauprozess der Hortensie kennenzulernen, stand zur Projektvorstellung eine Betriebsbesichtung an. Die Blütenpracht bei Hoenselaer in der Fülle sehen zu können, verschuf den Besuchern einen Vorgeschmack auf den künftigen Hortensiengarten am Schloss Moyland. Dem fügte Hans Geurts, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Schloss Moyland, passende Worte hinzu: "Wo kann man schon mehrere hundert verschiedene Hortensienarten auf einem Gelände erleben - wenn nicht im Moyländer Park?"

Quelle: RP
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