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Kranenburg-Mehr
Mehr ist als Pilgerstätte immer mehr gefragt

Kranenburg-Mehr. Der Jakobsweg ist der bekannteste Pilgerweg der Welt. Seit mehr als 1000 Jahren wandern Pilger zum Grab des Apostels Jakobus in der spanischen Stadt Santiago de Compostela. Von Werner Stalder

Genau genommen gibt es viele Jakobswege. Die Strecke von der Haustür bis nach Santiago ist auch ein Jakobsweg. Dennoch haben sich im Laufe der Jahrhunderte wichtige Routen mit eigenen Namen gebildet, die schon vor Jahrhunderten wegen ihrer Infrastruktur von den Pilgern bevorzugt wurden.

Der niederrheinische Teil des Jakobsweges, der quer durch Europa geht, führt durch Mehr zu der von Linden umgebenen Kirche. Im barocken Hochaltar von St. Martinus befindet sich seitlich rechts eine Holzfigur des Heiligen Jakobus des Älteren. Die Figur ist wahrscheinlich um 1530 entstanden und wurde 2010 gründlich gereinigt und restauriert. Sie zeigt die typischen Attribute eines Apostels. Das lange Gewand und das Buch in der Hand weisen die Figur als einen der zwölf Apostel aus. Das Schwert in der rechten Hand deutet den Märtyrertod an.

Als erster Apostel wurde Jakobus im Jahre 44 zum Märtyrer für seinen Glauben. Er wurde mit dem Schwert enthauptet. Jakobus steht barfüßig da. Mit diesem Zeichen wird er selbst als Pilger dargestellt. Die Muschel an der hochgeschlagenen Krempe des Pilgerhutes kennzeichnet ihn eindeutig als Jakobus den Älteren.

Diese Jakobsmuschel, die als Zeichen einer erfolgreichen Pilgerfahrt am Ziel erworben wird, tragen die Jakobspilger auch heute noch gut sichtbar. In früheren Jahrhunderten schützte dieses Zeichen die Pilger vor Überfällen. Erfreulich ist, dass vor einiger Zeit eine größere Pilgergruppe die St.-Martinus-Kirche in Mehr besuchte, um auf ihrem Jakobspilgerweg den Heiligen Jakobus, der zu den bevorzugten Jüngern Jesu gehörte, zu verehren.

Quelle: RP
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