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Unsere Woche
Mehr Mut zur Ausbildung

Kleve. Das neue Ausbildungsjahr hat gerade begonnen, aber nicht alle zur Verfügung gestellten Plätze konnten besetzt werden. Ob im handwerklichen oder industriellen Bereich, in Dienstleistung oder Küche, selbst im kaufmännischen Umfeld: Arbeitgeber haben es schwer, an guten Nachwuchs zu kommen. Zum einen, weil die alternde Gesellschaft weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt entlässt, zum anderen, weil ein Großteil der Entlassschüler glaubt, sich schulisch weiterbilden zu müssen, um später beruflichen Erfolg zu haben.

Das ist zum einen nachvollziehbar und nicht ganz falsch, andererseits aber nur die halbe Wahrheit. Denn manchem wird die Zeit an der Berufsschule dann doch lang, er verdient kein Geld, findet den Unterrichtsstoff womöglich schwer. Und ist dann ein, zwei Jahre später, wenn das mit dem Fachabitur nicht geklappt hat, nicht weiter als vorher - nur älter geworden.

Erfahrene Berufspraktiker ermuntern deshalb den Nachwuchs, ruhig gleich nach der allgemeinbildenden Schule eine Ausbildung zu beginnen: Wie groß die Vielfalt der Möglichkeiten für beide Geschlechter ist, darüber informiert unter anderem das Arbeitsamt.

In Deutschland ist die "Lehre" mit Abschluss Gesellenbrief schließlich kein Endpunkt. Qualifizierung und Weiterbildung sind immer möglich, parallel zur Ausbildung oder später. Ums (lebenslange) Lernen kommt heute ohnehin niemand mehr herum.

anja.settnik@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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