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Kreis Kleve
Mit dem Fahrrad zur Kultur

Kreis Kleve: Mit dem Fahrrad zur Kultur
Im Projektraum-Bahnhof 25: Landrat Wolfgang Spreen, Elisabeth Schink und Dirk Knickhoff (v. l.). FOTO: Markus van Offern
Kreis Kleve. Bei bestem Wetter kamen viele Besucher zu den Museen und Konzerten bei den Kreis Klever KulTourtagen. Allein Schloss Moyland mit dem großen Park konnte fast 1000 Menschen begrüßen. Auch die kleinen Häuser sind zufrieden. Von Matthias Grass

In Kevelaer ist man hoch zufrieden: Das Konzert lief wunderbar, es gab viele Besucher in der Ausstellung. "Trotz des schönen Wetters sind viele gekommen und durch die Räume gegangenen", sagt Brigitte Czech von der Museumsverwaltung. 300 Menschen fanden in das Haus im Zentrum der Marienstadt.

Bilder des Films über viele "Stücke" Leben wurden auf die Wand des Künstlerpalais' projiziert. FOTO: Foto Nicole Peters

Schönes Wetter und Museum passt nicht immer - es sei denn es sind Kreis Klever KulTourtage: "Es war vor allem das gute Wetter, das die gute Laune noch einmal verstärkte", sagt Jürgen Schulte, stellvertretender Leiter der Kreis Klever Musikschule. "Ein wunderbares Gitarrenkonzert in Kalkar, super Stimmung in Rees und Emmerich", blickt er aufs Wochenende zurück. Nicht nur die Besucher, auch die Musiker waren zufrieden.

Es waren schon die 19. KulTourtage: mehr als 35 Kultureinrichtungen hatten eingeladen, zu besonderen Veranstaltungen, zu neuen und laufenden Ausstellungen (insgesamt 120) und vor allem zu ungewöhnlichen Zeiten. So wurde in Kleve im Museum Kurhaus bis tief in die Nacht gefeiert, sagt Kurhaus-Chef Prof. Harald Kunde, der 400 Besucher zählte, die trotz bestem Grillwetters in die Hallen der Kunst gekommen waren.

Das Flüchtlingsprojekt der Gocher Künstlerin Nicole Peters mit dem Theater "Leerer Raum" und dem Regisseur Bassam Alkhouri fand in der Dunkelheit einen schönen Abschluss vor großem Publikum auf dem Koekkoekplatz, als der von Alkhouri geschnittene Film über viele "Stücke" Leben der am Projekt beteiligten Flüchtlingen auf die Wand des Künstlerpalais' projiziert wurde. "Das waren mehr als nur einzelne Projekte, mehr als nur Bilder", sagt Peters im Rückblick.

Ursula Geisselbrecht, künstlerische Leiterin des Hauses, bezeichnete das Wochenende mit mehr als 250 Gästen für ein kleines Haus wie Koekkoek als vollen Erfolg. "Das sonnige Frühlingswetter motivierte vor allem die Fahrradfahrer dies- und jenseits der Grenze zu einem Besuch der Wochenend-Veranstaltungen", sagt Kreis-Pressesprecherein Ruth Keuken. Keuken fragte gestern den großen Teil der Einrichtungen ab: Leo van de Pas schätzt die Zahl der Besucher beim Musikevent "Mehr Musik" am Sonntag in der Alten Schule in Kranenburg-Mehr auf 200 bis 300. Sehr zufrieden ist auch Roland Verheyen vom Museum Forum Arenacum in Kleve-Rindern mit der Resonanz.

Insgesamt kamen rund 150 Gäste. Viel los war auch in Rees: Rund 200 Besucher sahen die Skulpturenparkeröffnung VII. Ins Koenraad-Bosman-Museum fanden rund 60 Gäste. Das Theater im Fluss in Kleve hatte Workshops sowie eine offene Probe angeboten. Harald Kleinecke betont, dass sich der Einsatz trotz der geringen Gästezahl von insgesamt 20 gelohnt habe. Eventuell würde im kommenden Jahr wieder eine Theateraufführung angeboten, freut sich Keuken. In Schloss Moyland füllten sich Säle und Park, an beiden Tagen zusammen waren es fast 1000 Besucher, die in die Anlage strömten. "Es war eine wunderbare Stimmung", sagt die stellvertretende Direktorin Dr. Bettina Paust. Vor allem Fahrradausflügler hatten Moyland zum Ziel erkoren.

Sehr viele Fahrräder standen auch rund um den Wasserturm am Bahnhof Geldern. Die Ausstellung "Es werde Licht!" vom KUHnst-Turm lockte rund 200 Gäste nach Geldern. Im Naturparkzentrum Wachtendonk "Haus Püllen" stand ein Konzert der Querflöten-, Klarinetten-, Saxofon- und Gitarrenklassen an. Walter Dobbek von Haus Püllen: "Insgesamt konnten wir an beiden Tagen jeweils 90 Gäste begrüßen."

Landrat Wolfgang Spreen besuchte an den Tagen einige Einrichtungen, bestaunte im Klever Projektraum-Bahnhof 25, der sich als Stätte für Gegenwartskunst etabliert hat, die Raumskulptur des Griechen Evangelos Papadopoulos. Später gab's im Projektraum eine Performance, die es ohne die KulTourtage nicht gegeben hätte. "Wir können das nur dank der Unterstützung durch den Kreis stemmen", so Dirk Knickhoff und Elisabeth Schink bei der Vorstellung des Programms im Kreishaus. Insgesamt steckt der Kreis rund 10.000 Euro in die Kreis Klever KulTourtage. Mit dem Geld werden besondere Veranstaltungen gesponsort, sagt Keuken. Wichtige Voraussetzung: Es darf an diesen Tagen kein Eintritt erhoben werden.

Landrat Spreen dankte im Nachhinein allen Ehrenamtlichen, den Profis und dem Hauptsponsor, die die viele Arbeit für die Tage gestemmt haben: "Das ist alles andere als selbstverständlich. Mein Dank gilt auch den Sparkassen im Kreisgebiet, die diese Veranstaltung finanziell unterstützen."

Quelle: RP
 
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