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Kleve
Mit dem "Pegasus" fing die Karriere an

Kleve: Mit dem "Pegasus" fing die Karriere an
Alles Steiner: Helmut Vehreschild, Anne van Eickels, Peter Huth, Ralf Daute und Markus Verbeet, von links. FOTO: Evers Gottfried
Kleve. Fünf Journalisten, allesamt aus der Klever RP-Redaktion, diskutierten beim Ehemaligentreffen im Stein-Gymnasium über Anforderungen und Möglichkeiten ihres Berufs. Dabei zeigten sie den Schülern auch Wege zum Einstieg auf. Von Jens Helmus

Beim Ehemaligentreffen des Klever Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums stand gestern das Berufsfeld des Journalisten im Mittelpunkt. Gleich fünf ehemalige Schüler des Gymnasiums, die mittlerweile als Journalisten arbeiten, konnten für die Podiumsdiskussion gewonnen werden: WDR-Reporterin Anne van Eickels, Welt-Chefredakteur Peter Huth, Spiegel-Ressortleiter Markus Verbeet und der freie Klever Journalist Ralf Daute diskutierten zusammen mit Moderator und RP-Sportredakteur Helmut Vehreschild vor der interessierten Schülerschaft.

Von Interesse war für die Schülerinen und Schüler des Stein-Gymnasiums vor allem die Frage, wie man überhaupt Journalist wird. Zwar sind die Einstiegsmöglichkeiten vielfältig - die Podiumsgäste haben aber allesamt denselben Einstieg erlebt: Am Stein-Gymnasium wirkten sie zunächst jeweils an der Schülerzeitschrift "Pegasus" mit, heuerten als freie Mitarbeiter bei der Klever Lokalredaktion der Rheinischen Post an. "Ich weiß noch, wie ich sonntags unter der Tischtennis-Platte Berichte für die RP geschrieben habe", erinnerte sich Spiegel-Ressortleiter Markus Verbeet an seine ersten journalistischen Schritte. Und auch WDR-Moderatorin Anne van Eickels hat noch gute Erinnerungen an den sonntäglichen Tabellen- und Ergebnisdienst für die Klever Lokalsport-Ausgabe.

Nach den Anfängen bei der RP verschlug es die Journalisten dann in ganz unterschiedliche Richtungen: Während Helmut Vehreschild seit 38 Jahren den Klever Lokalsport leitet, arbeitet Anne van Eickels etwa mittlerweile für den WDR und berichtet aus der ganzen Welt über Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft oder die Olympischen Spiele.

Die Mitarbeit in einer Lokalredaktion - etwa im Rahmen eines Praktikums mit anschließender freier Mitarbeit - habe sich über viele Jahre als Einstieg für Nachwuchsjournalisten bewährt, stellte Helmut Vehreschild fest, der mit dem Stein-Schüler Maarten Oversteegen erst kürzlich wieder einen jungen Mitarbeiter über ein Schülerpraktikum gewinnen konnte. Wichtig sei es bei der Bewerbung oder Vorstellung, einen engagierten ersten Eindruck zu hinterlassen, erklärte der freie Klever Journalist Ralf Daute: "Als ich damals beim Express in Köln anfangen wollte, habe ich mich einfach solange in das Büro des stellvertretenden Chefredakteurs gesetzt, bis er mich empfangen hat. Das war der Anfang", so Daute, der mittlerweile das Stadtmagazin "Der Klever" und den kleveblog herausgibt.

Die Produktion von Texten oder Medienbeiträgen ist aber nicht die einzige Aufgabe eines Journalisten. Mindestens genauso wichtig - da waren sich die Journalisten einig -, sei eine gründliche Recherchearbeit. Auch gestalterisches Geschick sei gefragt, etwa wenn man wie Welt-Chefredakteur Peter Huth für das Erscheinungsbild des Mediums, speziell der Titelseite, zuständig ist.

Ein Studium sei für den Beruf nicht zwingend notwendig, aber zunehmend von Vorteil, etwa wenn man nach dem Studium eine Festanstellung anstrebt. Das Wichtigste, so Ralf Daute abschließend, sei jedoch nach wie vor ein aufgewecktes Wesen: "Man muss eine große Neugierde für die Welt mitbringen."

Quelle: RP
 
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