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Kreis Kleve
Mit der Reit-App vom Sattel aus die Wege finden

Kreis Kleve. Niederrhein-Tourismus und Verein "Grenzenlos Reiten" bereiten Nachfolgeprodukt des Reitatlas vor. Von Anja Settnik

Freizeitreiter, die den Niederrhein intensiv auf den vier Beinen ihres Sportpartners erleben möchten, greifen schon seit Jahren gerne auf den "Reitatlas" des Vereins "Grenzenlos Reiten" zurück. Weil aber digitale Produkte Bücher und Broschüren immer mehr verdrängen, ist auch im Kreis Kleve eine Folgeentwicklung in Vorbereitung. Niederrhein-Tourismus, Pferdesportverband und "Grenzenlos Reiten" planen eine Reit-App, mit deren Hilfe vom Handy aus Reitwege, Wanderreitstationen und touristische Ziele entdeckt werden können. Im Frühjahr 2017 soll die App zur Verfügung stehen.

Der Reitatlas in Form eines Heftes mit herausnehmbaren Seiten wird bisher für rund 20 Euro zugeschickt. "Der Erlös kommt der Entwicklung desneuen Produkts zugute", erklärt Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin des Niederrhein-Tourismus mit Sitz in Viersen. In den vergangenen Jahren hat die gelernte Hotelfachfrau das deutsch-niederländische Buchungsportal "2-LAND Reisen" entwickelt und möchte nun neben Radfahrern und Kulturfreunden auch die große Gruppe der Freizeitreiter ansprechen. Zuständig für die Kreise Viersen, Kleve und Wesel weiß Baumgärtner, wie viel Potenzial da besteht, zum Teil aber noch abgerufen werden muss.

Wer den Reitatlas liest, erfährt darin einiges über die Lage und Beschaffenheit von Reitwegen, erhält wichtige Telefonnummern als Hilfe bei Notfällen, erhält die Adressen von Reitställen, Pensionsbetrieben, Wanderreitstationen. Auch, wo der Mensch gut essen und das Pferd auf einer Wiese "geparkt" werden kann, ist nachzulesen. Ähnlich soll die App aufgebaut sein, mit Links zu Reitwandertouren, die man auch abspeichern und dann im Gelände offline nutzen kann.

"Wir warten jeden Tag auf die Bewilligung durch die Euregio, denn es sind Interreg-5-Mittel beantragt", sagt Baumgärtner. In der Förderkategorie "People to People" ist eine Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro möglich. "Damit können wir zunächst inventarisieren, was es schon gibt, die Beschilderung überprüfen und ergänzen, weitere Infrastruktur überprüfen und aufnehmen - etwa Unterkünfte, Gastronomie oder Sehenswürdigkeiten", erklärt die Touristikerin. Sehr gut könnte sie sich auch vorstellen, in einem weiteren Schritt die Routen vielleicht im Knotenpunkt-System darzustellen, wie es in weiten Bereichen schon für Rad- und Wandertouren üblich ist.

Sobald die kostenlose Handy-App zur Verfügung steht, wird es auch eine begleitende Broschüre geben, das Marketing dazu samt Messe-Präsentationen leistet der Niederrhein-Tourismus.

Quelle: RP
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