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Kreis Kleve
Mit vereinten Kräften "Wasser marsch"

Kreis Kleve: Mit vereinten Kräften "Wasser marsch"
Ehrung für Paul Kortenhorn und Manfred Flören (v. l.) durch den Kreisbrandmeister Reiner Gilles (rechts), dazwischen Schiedsrichter Josef Schäfer. FOTO: Evers Gottfried
Kreis Kleve. Kranenburgs Wehrleiter Norbert Jansen startete gemeinsam mit seinem Sohn Michael beim 41. Leistungsnachweis der Feuerwehren des Kreises Kleve auf dem Gocher Friedensplatz. 64 Gruppen wurden auf Herz und Nieren geprüft. Von Stephan Derks

Übung macht bekanntlich den Meister. Und geübt hatten sie alle Male, die 64 Gruppen im Vorfeld des 41. Leistungsnachweises der Feuerwehren des Kreises Kleve, zu dem sie sich auf dem Gocher Friedensplatz dem Urteil der Schiedsrichter und Beobachter unterwarfen. Unter ihnen auch der stellvertretende Kreisbrandmeister und Wehrleiter der Gemeinde Kranenburg Norbert Jansen (55), der nicht nur mit seinen Kollegen Thomas Derksen und Kreisbrandmeister Reiner Gilles diesen "Check" der Freiwilligen Hilfskräfte überwachte, sondern auch stselbst in die Einsatzuniform schlüpfte.

Denn Jansen integrierte sich kurzerhand in die Gruppe des Löschzuges Kranenburg/Nütterden, um gemeinsam mit ihr den feuerwehrtechnischen Teil, das Anlegen von Knoten und Stichen, die Beantwortung schriftlicher Fragen, sowie sich in der Ersten Hilfe auf Herz und Nieren überprüfen zu lassen. Das spannende hierbei: Jansen trat in der Gruppe auch mit seinem Sohn Michael (19) an, um seinen bzw. den Leistungsstand des gesamten Teams auf den Prüfstand zu stellen. Kurzum: "Wenn der Vater mit dem Sohne...".

Und so legte nicht nur diese Gruppe los wie die besagte Feuerwehr, benötigten noch nicht einmal fünf Minuten, um im feuerwehrtechnischen Teil die Wasserversorgung herzustellen, um so den vermeintlichen Brand zu bekämpfen. Nächste Station "Knoten und Stiche". Hier die Vorgabe innerhalb von 180 Sekunden entweder einen doppelten Ankerstich gestochen zu präsentieren, den Rettungsknoten (Pfahlstich, gesichert mit einem Spierenstich) zu zeigen oder den Schotenstich mit Aufzugschlaufe darzustellen.

Dann die Erste Hilfe. Zunächst galt es die Vitalfunktionen nach dem BAP-Schema (Bewusstsein, Atmung, Puls)zu überprüfen. Dann die Wiederbelebung, Herzdruckmassage mit Beatmung. Handballen korrekt am Patienten? Richtige Körperhaltung bei der Druckmassage oder falsche Handtechnik, Kopf nicht überstreckt beim Beatmen? Punktabzüge drohten.

Im Klassenraum der schriftliche Test. Wer war noch mal der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland? Richtig, Konrad Adenauer. Und welche Möglichkeiten bestehen, den Inhalt einer Gasflasche zu erkennen? Klar, durch deren Farbkennzeichnung. Das Verteiler, Druckbegrenzungsventil und Strahlrohre zu den wasserführenden Armaturen zählen, klar, gehörte unter anderem auch zu den 30 gestellten Fragen. Teilweise erschöpft, aber glücklich zum bestandenen Leistungsnachweis, schlugen die Wehrmänner/-frauen ein - in die erhobene Hand ihres Gegenübers und gratulierten sich damit zum Erfolg. Auch Michael gratulierte so seinem Vater. Er war erstaunt, was "der Alte" noch drauf hatte und wie perfekt er sich in die Gruppe einfügen konnte, in der der Teamgeist im Vordergrund stand.

Kreisbrandmeister Reiner Gilles wirkte ebenso zufrieden wie Landrat Wolfgang Spreen, der sich gleichfalls von der Schlagkraft der Ehrenamtler berichten ließ. Zufrieden mochte auch der Gocher Wehrleiter Georg Binn gewesen sein, dessen Mannschaft diesen Leistungsnachweis exzellent vorbereitet hatte und sich während der Veranstaltung um die Belange der Teilnehmer und Gäste kümmerte.

Quelle: RP
 
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