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Kreis Kleve
Mosaikstein bei der Betreuung unbegleiteter junger Flüchtlinge

Kreis Kleve. Immer mehr jugendliche Flüchtlinge kommen ohne ihre Eltern oder Verwandten nach Deutschland. Parallel zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen steigt auch die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Aufgrund der Nähe zu den Niederlanden sind auch in den grenznahen Kommunen im Kreis Kleve verstärkt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu versorgen. Elf betroffene Jugendliche leben derzeit in einer Außenwohngruppe des Anna-Stifts in Kleve.

Landrat Wolfgang Spreen besuchte vor wenigen Tagen die Wohngruppe, um sich vor Ort ein Bild von diesem besonderen Angebot zu machen. "Die neue Wohngruppe des Anna-Stifts ist ein weiterer hilfreicher Mosaikstein bei der Betreuung der Flüchtlinge im Kreis Kleve", so Spreen.

Die Außenwohngruppe wurde vom Anna-Stift aus Goch in Absprache mit der Abteilung Jugend und Familie des Kreises Kleve und dem Jugendamt der Stadt Kleve geplant. Beteiligt war auch das Landesjugendamt Rheinland.

Der Kreis Kleve ist beispielsweise zuständig für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Straelen (Autobahn) oder Weeze (Flughafen) angetroffen werden. Das Anna-Stift hatte in der Vergangenheit immer wieder vereinzelt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufgenommen.

Aufgrund der steigenden Zahlen erschien die Planung einer so genannten "Clearinggruppe" geboten. Im April 2015 wurde die neue Außenwohngruppe eröffnet. Bereits zwei Wochen später waren alle Plätze belegt.

Im "Clearing" werden verschiedene Themenbereiche besprochen, aufgearbeitet und so zusagen "geklärt", beispielsweise Fragen nach dem Verbleib der Familie oder Verwandten, dem Gesundheitszustand oder der Anschlussbetreuung.

Weitere Schwerpunkte sind die Sprachförderung sowie die Fragen rund um die Beschulung oder Berufsorientierung.

"Insbesondere die Frage nach einer angemessenen Beschulung dieser Jugendlichen ist offen", so Norbert Pastoors, Geschäftsführer des Anna-Stifts.

Bei den weiterführenden Schulen fehle es an entsprechenden Kapazitäten.

An Lösungen mit dem Berufskolleg des Kreises Kleve und anderen Schulen werde ebenso intensiv gearbeitet wie an einem Netzwerk von Ausbildungs- und Praktikumsbetrieben.

Quelle: RP
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