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Bedburg-Hau-Moyland
Moyland verstärkt Kooperation mit Unis

Bedburg-Hau-Moyland: Moyland verstärkt Kooperation mit Unis
Doziert an der Uni Düsseldorf: Museumsdirektorin Dr. Bettina Paust. FOTO: eve
Bedburg-Hau-Moyland. Am Wochenende arbeiteten Studenten der Universität Düsseldorf in Moyland, das Museum möchte eine internationale "Summerschool" organisieren und sucht weitere Projekte mit Wissenschaftlern von Uni Düsseldorf und HSRW. Von Matthias Grass

Die Netzwerke von Museum Schloss Moyland zeigen Wirkung: Die für die Ausstellung "der Himmel soweit" entwickelte App zur Radtour "Bilder in der Landschaft" wurde jetzt von Tourismus-NRW für den deutschen Tourismus-Preis nominiert. "Für mich ist es sehr wichtig, dass sich Museum Schloss Moyland aktiv vernetzt", sagt Museumsdirektorin Dr. Bettina Paust.

Mit der App, die jetzt nominiert wurde, überschneiden sich geradezu zwei Netzwerke: Die Verbindung mit einer Hochschule und die mit den Tourismus-Büros, beide dienten einer dritte Sache: Der Kunst, die als Ausstellung zusammengetragen wurde. Und auch wenn die Ausstellung längst abgebaut ist: Mit der App, die Fahrradfahrern den Weg an die Punkte weist, die die Bilder der Landschaftsmaler aus den vergangenen Jahrhunderten mit der Realität von heute konfrontiert, bleibt die Ausstellung virtuell zusammen. Zumal sich die Blicke an manchen stellen kaum verändert haben.

Museum Schloss Moyland blickt über die Zinnen hinaus auf weitere Kooperationen mit Hochschulen wie der Uni Düsseldorf und der Hochschule Rhein-Waal. FOTO: Klaus Stade

Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern: 317 Bewerber gab's zur "Internationalen Summerschool" in Schloss Moyland, in der Techniker, Kunst- und Geisteswissenschaftler zusammengeführt werden, um das Museum für die neuen digitalen Medien aufzubereiten. "Hier warten wir allerdings noch auf die entsprechende Förderzusage", erklärt Paust. Federführend neben Museums Schloss ist dabei die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Und auch die Hochschule Rhein-Waal ist wieder an dem Projekt beteiligt.

Ende voriger Woche tagte die Jury, die aus den 317 internationalen Bewerbern die besten 30 auswählt, die sich dann in diesem Sommer mit der digitalen Kunstvermittlung befassen werden. Die anhand der manchmal auch recht sperrigen Kunst von Joseph Beuys modernes Story-Telling in der Kunstvermittlung aufbereiten sollen. Für die Heinrich-Heine-Universität hat Prof. Ulli Seegers die Fäden in der Hand, seitens der Hochschule Rhein-Waal Prof. Ido Iurgel, der mit seinen Studenten bereits die App für die Radroute "Bilder in der Landschaft" entwickelte.

Mit Studenten zu arbeiten ist dabei für das Museum nicht neu: Paust führt ihren Lehrauftrag für die Heinrich Heine Universität Düsseldorf auch in diesem Sommersemester fort. Die Studenten aus der Landeshauptstadt arbeiten nun bereits im zweiten Semester an der Vorbereitung einer Ausstellung für das Museum Schloss Moyland. "Theorie und Praxis werden hier in der Lehre verbunden", sagt Paust. Das führt bis zu einem Textentwurf für den Katalog, der zu einem Ausstellungsprojekt 2017 erscheinen soll. Die Auswahl der Künstler, die Vorstellung einzelner Werke in Kurzreferaten und die Entwicklung des Gesamtkonzeptes für die Ausstellung stehen im Zentrum dieses Seminars vor Ort im Museum Schloss Moyland. "So können die Studenten von der Idee für eine Ausstellung bis zur Umsetzung den Weg verfolgen", sagt Paust.

Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Hochschulen sei bereichernd und erfolgreich für das Haus, urteilt Paust. Sie hofft, auch irgendwann wieder die eingeschlafenen Moyländer Diskurse aufnehmen zu können: Die hatten Wissenschaftler zu spannenden Themen in Moyland zusammengeführt. Damals war Paust noch Chefin des Beuys-Archivs.

Dieser Posten ist derzeit aber nicht besetzt. "Was ja nicht heißt, dass wir diese Diskurse, vielleicht auch in einem anderen Format, nicht irgendwann wieder ins Leben rufen könnten", sagt sie.

Quelle: RP
 
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