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Kleve
Mozarts "Requiem" in der Versöhnungskirche

Kleve. Kantor Thomas Tesche bringt in Kleve W. A. Mozarts "Requiem" zu Gehör. Die 1791 entstandene Komposition des unvollendeten Requiems - die letzte Mozarts - gehört in seiner Vervollständigung zu den meist aufgeführten Sakralwerken überhaupt. Und dies meist in einer überarbeiteten Version der bekannten Vollendung des Franz Xaver Süßmayr, bis heute Grundlage aller Requiem-Aufführungen. Dessen Arbeit wurde von Franz Beyer, geboren 1922, wiederum kritisch bewertet und entsprechend bearbeitet, zuletzt im Jahr 2005. "Beyer geht davon aus, dass Mozart sehr viel mehr Skizzenmaterial hinterlassen hat, als Süßmayr glauben machen wollte", erklärt Tesche zu der Version, die er aufführen wird. Dies bedeutet u.a. eine grundlegende Überarbeitung der Süßmayrschen Instrumentation hin zu einem schlanken Klang, der den Singstimmen Raum und die Bläserbesetzung leuchten lässt "und vor allem - nach Mozart klingt." Die Bearbeitung Beyers verspricht so einen besonderen und gerade in der angepassten Reduktion akzentuierten Mozart-Genuss. Zuvor erklingt die Motette von Felix Mendelssohn Bartholdy "Mitten wir im Leben sind". Mendelssohn versucht hier, den alten Choral mit seinen archaischen Wendungen zu einer Synthese zwischen dem romantischen Ausdrucksbedürfnis und seinem Ideal einer Kirchenmusik zu bringen, die ganz rein, untheatralisch sein müsste und dabei dennoch das Innere erheben sollte. Die textlichen Gemeinsamkeiten und starken musikalischen Kontraste verbinden die Werke miteinander.

Das Konzert ist Sonntag, 12. November, 18 Uhr in der Versöhnungskirche Kleve. Solisten: Mirjam Hardenberg (Sopran), Annedore Tesche (Alt), Nils Giebelhausen (Tenor) und Thomas Peter (Bass), Vokalensemble der Ev. Kirchengemeinde Kleve und dem Florilegium Musicum (auf Originalinstrumenten). Gesamtleitung: Thomas Tesche.

Karten im Gemeindebüro, Tel. 0 28 21 23310, (14,- Euro).

(bamü)
 
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