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Kleve
Museum mit Kursen für alle

Kleve: Museum mit Kursen für alle
Das Puppentheater und die Museumspädagogik mit Valentina Vlasic (rechts) und Museumsdirektor Prof. Harald Kunde (2.v.l) in der "Wunderkammer" des Museums Kurhaus Kleve. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Das neue Programm des Museums Kurhaus Kleve für Mai bis September wurde jetzt vorgestellt. Es richtet sich an Kleinkinder, Jugendliche, Erwachsene. Es gibt Raum für die Klever Schulen, für Gruppen, Angebote für Flüchtlinge. Von Matthias Grass

Neues Publikum für das Museum erschließen hat beim Klever Kurhaus Tradition: Kleves Museumsdirektor Prof. Harald Kunde und sein Team haben dieser Tradition mit der neu eingerichteten "Wunderkammer" einen noch breiteren Raum eingeräumt. Jede Schule, die an der Aktion "Schule - Kunst - Museum" teilnimmt (und das sind alle weiterführenden Schulen der Stadt), kann die "Wunderkammer" für Projekte benutzen.

Das hat die Gesamtschule erkannt. Von den Schülern gebastelte Handpuppen schauen auf den Verkehr, der auf der B 9 draußen vor den Fenstern vorbeirauscht. Auch die Kisters-Realschule und das Vom-Stein-Gymnasium überlegen, ob sie ein "Klassenzimmer" in den Wunderkammer-Raum verlegen. "Die Wunderkammer steht aber auch für andere Projekte zur Verfügung", sagt Valentina Vlasic. So habe man hier ein "wunderbares Flüchtlingsprojekt" umgesetzt.

Traditionell gibt es samstags Workshops für Erwachsene (einmal im Monat 14 bis 16 Uhr), für Jugendliche, Kinder und auch ganz kleine Kinder (jede Woche 11 bis 13 Uhr). Die Kurse kommen so gut an, dass sie in der Regel schnell ausgebucht sind. Ilka Sulten hat die Kurse für Erwachsene wiederbelebt, die in die Kunst der Kunst einführen sollen: Es wird gezeichnet, Porträts und Landschaften entstehen, man lernt, wie die richtige Perspektive zu konstruieren ist. Bei schönem Wetter geht's auch hinaus, dann soll das Museum skizziert und in der Wunderkammer vollendet werden. "Wir stimmen uns auf die Kurse mit einer Tasse Tee und Gebäck ein", sagt Sulten.

Alexandra Eerenstein ist wieder mit Kursen für die ganz Kleinen dabei - hier sind Eltern natürlich mit eingeladen, ins Museum zu kommen. "Das ist nicht nur spielerisch und macht den Kindern Spaß, es fördert beispielsweise auch die Hand-Augen-Koordination", sagt sie. Und die Kleinen dürfen staunen, wenn aus Blau und Gelb Grün wird. "Wir werden auch Kunstwerke besprechen, die erfahrbar und auch an-fassbar machen", sagt Eerenstein. "Bei mir dürfen die Kinder sogar die Wand malen", sagt sie und lacht. Eerenstein weiß aber auch: "Ich bau' auf und ich räum' auf - damit haben die Eltern auch keinen Stress..."

Führungen gibt es jeweils sonntags um 11.30 Uhr - und dazu Sonderführungen beispielsweise zu den jeweils aktuellen Ausstellungen. "Bis hin zur Führung, die es als Höhepunkt zu einem 80. Geburtstag gab", sagt Gerd Borkelmann.

Jetzt stellten Harald Kunde, Valentina Vlasic und das vielköpfige Team der Museumspädagogen und -Führer - Brigitte Alex, Gerd Borkelmann, Monika Buchen, Alexandra Eerenstein, Klara Heimbach, Max Knippert, Margret Ostermann, Ilka Sulten und Tea van Vroenhoven - das neue Programm für die kommenden fünf Montage von Mai bis September vor.

Damit man bei der Vielzahl der Angebote des Museums an Kunstfreunde und die, die es werden wollen, nichts verpasst, hat Vlasic das Programm schriftlich zusammengefasst: Ein prall gefülltes, über 40 Seiten starkes Heftchen listet Termin an Termin. Den Umschlag des Heftchens ziert eine Zeichnung des New Yorker Cartoonisten und Künstlers Pablo Helguera.

Mit der Zeichnung verweist der Titel auf die neue und zugleich letzte Gruppenausstellung mit dem üblichen englischen Titel. Zwei Kojoten schleichen bei Helguera zähnefletschend um einen Baum. Auf dem sitzen zwei Menschen, die voller Angst den Baum-Stamm umklammern. "Was würde Joseph Beuys tun?", fragt Helguera hintersinnig. Die Antwort kann eine der vielen Führungen klären. Und das in diversen Sprachen, sagt Künstler und Kurator Borkelmann.

Das Heftchen liegt im Museum aus und listet alle Termine.

Quelle: RP
 
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