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Kleve
Museums-Freunde mit neuem Vorstand

Kleve: Museums-Freunde mit neuem Vorstand
Cornelis Liestes Landschaft gehört zu den jüngsten Erwerbungen des Freundeskreises der Klever Museen. Mit Unterstützung der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung und der Kulturstiftung der Länder konnte der Verein die Bilder erwerben. FOTO: Koekoek
Kleve. Der Freundeskreis Museum Kurhaus & B.C. Koekkoek-Haus hat einen neuen Vorsitzenden: Auf Ulrike Sack folgt Wilfried Röth. Seine Stellvertreterin wird Jutta Tönnissen. Ohne die Arbeit der Freunde wären die Klever Museen deutlich ärmer Von Matthias Grass

Kleves größter Verein hat einen neuen Vorstand: den Freundeskreis Museum Kurhaus & B.C. Koekkoek-Haus wird künftig Sparkassenvorstand Wilfried Röth führen. Die langjährige Vorsitzende Ulrike Sack gab das Amt auf eigenen Wunsch auf. Die Rechtsanwältin hatte den Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Klaus Hommel übernommen und leitete damit den 1650-Mitglieder-Verein mehrmals. Sack ist als Mitglied des Beirates weiterhin in die Vereinsarbeit eingebunden.

Nicht mehr im Vorstand dabei ist ihre langjährige Vertreterin Iris Pietsch, die dem Verein aber als Organisatorin der Hochzeitsfeiern durch den Freundeskreis in den beiden Museen Koekkoek und Kurhaus erhalten bleibt. Jutta Tönnissen vom gleichnamigen Klever Bauunternehmen wurde für sie zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Sie ist dem Freundeskreis seit Jahren aktiv verbunden. Auf den Geschäftsführerposten rückt Dr. Kurt Kreiten von der Wasserburg Rindern. Die nicht unbeträchtlichen Finanzen des Vereins bleiben in bewährten Händen: Dr. Harald Korth ist weiterhin Schatzmeister.

Vorsitzender der Museums-Freunde: Wilfried Röth. FOTO: eveers

Für Claus Peters wird der Jurist und Campus-Cleve-Vorsitzende Peter Wack das Amt des Justiziars übernehmen. Neu als weitere Mitglieder im Vorstand sind Helga Dieckhöfer und Hubert Wanders. Dieckhöfer gehörte in ihrer aktiven Zeit als Lehrerin zu den Initiatoren von Schule-Kunst-Museum. Wanders ist Leiter der Karl-Kisters-Realschule Kleve. Für Kurt Kreiten und Helga Diekhöfer wurden Günter Heenen und Janneke Zoller in den Beirat gewählt. Als Vorsitzender der B.C. Koekkoek-Stiftung ersetzt Joachim Schmidt seinen Vorgänger Freddy Heinzel im Beirat.

Es waren die turnusgemäßen Wahlen des Freundeskreises zum Vorstand, die alle drei Jahre über die Bühne gehen. Die nächsten Wahlen sind 2019. Wilfried Röth, der die Vereinsstrukturen aus seiner langjährigen Beiratstätigkeit bereits kennt, sieht den neuen Vorstand des Freundeskreises der Klever Museen als gutes Team, dessen Ziel es sein wird, die beiden Klever Häuser nach Kräften zu unterstützen. "Ich bin angesichts der guten Mischung aus erfahrenen und neuen Mitgliedern im Vorstand überzeugt, dass wir die Arbeit ganz im Sinne der Klever Museumsfreunde fortsetzen werden", sagte Röth gestern. Man werde jetzt die Ferienzeit nutzen, um sich gemeinsam in die aktuellen Themen einzuarbeiten.

Ohne den 1987 gegründeten Freundeskreis wäre die Arbeit der beiden Klever Museen kaum denkbar: Die Freunde unterstützen nicht nur Projekte des Museums, finanzieren Kataloge und helfen vor allem beim Ankauf wichtiger Kunstwerke, sie binden ihre Mitglieder mit diversen Veranstaltungen an das Museum, helfen damit, den Musentempel mit bürgerlichem Leben zu füllen. Erst die Geld-Sammlung der Klever Museumsfreunde ermöglichte 1997 den Erhalt des Hauses Koekkoek als Museum im Rahmen einer Stiftung. Zudem halfen die Museumsfreunde mit einem beträchtlichen Zuschuss, das Museum Kurhaus um einen neuen Trakt (Friedrich-Wilhelm-Bad) zu erweitern. Auch beim neuen Eisernen Mann waren die Freunde tat- und finanzkräftige Hilfe. Erst jüngst kaufte der Freundeskreis mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder in Berlin und der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung Bilder der niederländischen Romantik an, darunter Liestes wunderbare Abendlandschaft mit Bergsee.

Der Freundeskreis ist inzwischen Eigentümer einer beträchtlichen Sammlung von Kunstwerken, die die Klever Museen füllen. Ein Konstrukt, das vor vielen Jahren eingerichtet wurde, um einen Ausverkauf der wertvollen Kunstsammlung für kurzsichtige Politik gar nicht erst denkbar zu machen. Wie weitsichtig das war, zeigt die jetzige Diskussion um das Museum Morsbroich bei Leverkusen.

Quelle: RP
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