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Kleve
Museumspädagogik für jedes Alter

Kleve. Das Museum Kurhaus stellt sein neues Programm vor: Die Vorträge und Workshops gibt es von Juli bis November. Von Lena Köhnlein

Die Europameisterschaft dominiert derzeit die Abende vieler Fußballfans. Auch das Kurhaus Kleve stellt sich auf das Fußballfieber ein und beginnt das Sommerkino aufgrund des Halbfinales eine Woche später als geplant, am 14. Juli. Die Kinovorführungen im Innenhof des Kurhauses sind Teil des neuen Museum-Programms, das gestern vorgestellt wurde und bis November gültig ist. Da es sich um einen langen Zeitraum handelt, könne es jedoch noch Änderung bei einzelnen Vorträgen oder Workshops geben, betont Direktor Prof. Harald Kunde.

Neben den aktuellen Ausstellungen "Wer nicht denken will, fliegt raus - Handlungsanweisungen nach Beuys" und "Werklinien" gibt es im Programm regelmäßig stattfindende Veranstaltungen. Jeden Sonntag können Besucher an öffentlichen Führungen teilnehmen, diese sind - bis auf den Eintritt - kostenlos und auf die Zeit von 11.30 bis 12.30 Uhr terminiert. "Es lohnt sich die Führung mehrmals mitzumachen, denn jeder Mitarbeiter gestaltet sie anders", sagt Kuratorin Valentina Vlasic.

Samstags können kleine Museumsbesucher nicht nur Kunst bestaunen, nein, es geht auch darum mitzumachen und Kunst selbst zu erleben. Pädagogin und Künstlerin Klara Heimbach gestaltet Workshops für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren samstags von 11 bis 13 Uhr. Bei "Slogans mit Nachdruck (Buchstaben stempeln)" (9.07.) können die jungen Künstler ihre wichtigsten Botschaften vermitteln. In der Veranstaltung "Lebende Skulpturen (Photo-Session)" (30.07.) werden die Kinder zu "Ein-Minuten-Skulpturen" nach dem Prinzip des österreichischen Künstlers Erwin Wurm. Dabei geht es darum merkwürdige und pointenreiche Haltungen einzunehmen und sich in dieser Situation zu fotografieren. Direktor Kunde kann diese Form der Kunst aus eigener Erfahrung empfehlen: Ihm hat der Erfinder Erwin Wurm einst mehrere Tafeln Schokolade in den Mund gesteckt - in dieser Position musste der Direktor dann verharren, erinnert er sich lachend.

Für Kinder zwischen drei und fünf Jahren bietet das Museum samstags unter Leitung von Alexandra Ferenstein erste Kunsterfahrungen für Kleinkinder an (beispielsweise am 13. und 27. August). Eine Stunde wird in Begleitung einer Aufsichtsperson gesungen, gespielt und gemalt.

Gabriela Walraven ist Kunstvermittlerin und Pädagogin. 40 Jahre hat sie Kinder unterrichtet. "Das, was ich mit Kindern gemacht habe, möchte ich nun mit Erwachsenen versuchen", sagt sie. In ihrem "Ateliers für Erwachsene" möchte sie vor allem die fünf Sinne ansprechen. Die Veranstaltungen sind immer donnerstags von 9 bis 12 Uhr. "Es ist eine tolle Erfahrung, außerhalb der Öffnungszeiten die Ausstellungen zu erkunden", sagt Valentina Vlasic zum Termin am Morgen.

Veranstaltungen, die in den kommenden Tagen anstehen, sind der Vortrag von Dr. Barbara Strieder, Leiterin der Graphischen Sammlung im Museum Schloss Moyland. Sie spricht am Donnerstag, 7. Juli, über "Joseph Beuys und das Holzkreuz des Brüdericher Ehrenmals". Heute können Kunstbesitzer im Museum ihre Schätze vorbeibringen. Die kostenlose "Begutachtung von Kunstwerken für Privatleute" ist jeden ersten Mittwoch im Monat möglich (11-13 Uhr).

Quelle: RP
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