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Kranenburg
Nabu-Mitarbeiter bei Bundesumweltministerin

Kranenburg. Vertreter der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein wurden von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks zu einem Gespräch empfangen. Themen waren unter anderem der Lebensraumverlust am Rhein und die Veränderungen in der Pflanzenwelt, die durch die erhöhten Stickstoffeinträge in die Umwelt ausgelöst werden.

Beide Themen sind durchaus von bundesweiter Bedeutung. So ist der Rhein eine von Europas wichtigsten Wasserstraßen und in der Zuständigkeit des Bundes. Gleichzeitig soll er hier am Niederrhein wieder Lebensraum für die vielen Tier- und Pflanzenarten werden, die an lebendige Flüsse gebunden sind. Sehr viel stärker im Fokus der öffentlichen Diskussion steht die Stickstoffproblematik.

So vergeht kaum ein Monat, ohne Berichte über Nitrat im Grundwasser oder die Diskussion um die neue Düngeverordnung. Dietrich Cerff von der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein schilderte die Auswirkungen der Ammoniakfracht, die über die Luft auf die Naturgebiete am Niederrhein niedergeht.

"Sie haben sicher recht, wenn Sie hier eine sehr breit aufgestellte Strategie zur Lösung der Stickstoffproblematik fordern", so Ministerin Dr. Barbara Hendricks. "Wir arbeiten daran, aber die Interessenlagen sind sehr unterschiedlich", sagte die Ministerin.

"Wir hoffen, auch weiterhin so gut mit der Bundesumweltministerin zusammen zu arbeiten und hier am Niederrhein, in der Heimat von Ministerin Dr. Hendricks etwas bewirken zu können, was der Natur zu Gute kommt", so Volkhard Wille, 1. Vorsitzender der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein.

Beide Seiten waren sich nach dem Gespräch einig, dass das Zusammentreffen der regionalen mit der Berliner Perspektive wichtige Hinweise für erfolgreiche Naturschutzarbeit gab. Theorie und Praxis müssen gut aufeinander abgestimmt sein.

Quelle: RP
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